Mittwoch, 23.05.2012
Neuerscheinung: Vom Unimog zum MB-trac
Frankfurt am Main - Der zweite Band von "Traktoren der Daimler AG" ist im DLG-Verlag erschienen.
Traktoren der DAIMLER AG, Band II
© DLG-Verlags GmbH
Nach Informationen des Verlages beschreibt er anhand vieler bisher unveröffentlichter Fakten und Bilder die Weiterentwicklung des Unimog ab dem Jahr 1951 und die Entwicklungs-Geschichte des MB-trac. Der Unimog habe eine ganz neue Fahrzeugklasse gegründet, geprägt und gefüllt.
Ursprünglich als "Universalmotorgerät" der Landwirtschaft gedacht, sei er weit mehr geworden, nämlich eine weltweit erfolgreiche Fahrzeugidee mit umfangreichem Produktprogramm und ungewöhnlich breitem Einsatzspektrum. Dieses reiche vom land- und forstwirtschaftlichen Systemtraktor über kommunale Versionen, Güterwagenhilfslokomotiven bis zu Expeditions- und Rettungsfahrzeugen. Sein heutiger Bekanntheitsgrad übertreffe damit wohl alles, was sich seine Erfinder anfangs erträumt hatten.
Von den Anfängen des MB-trac
Mit viel Insiderwissen und großem Detailreichtum schilderten die Autoren die Produktionsaufnahme des Unimog im Jahre 1951 im Werk Gaggenau. Zudem erläuterten sie, wie der Unimog als Basisfahrzeug neue Arbeitsverfahren initiierte und wie das bis heute praktizierte Gerätefreigabesystem wesentlich zum Erfolg beiträgt. Sie beschreiben, wie nach Strukturänderungen und Absatzkrisen in der Landwirtschaft immer leistungsstärkere Unimog gebaut wurden und schließlich - gegen interne Widerstände - der MB-trac entstand.
Auch der MB-trac habe eine hohe Kunden-Akzeptanz genossen und zu seiner Zeit Maßstäbe in der Traktorentwicklung gesetzt. Trotzdem sei dieser Geschäftsbereich des Konzerns durch veränderte Rahmenbedingungen in eine wirtschaftlich nicht mehr vertretbare Situation geraten. Das Buch schildert die Suche nach Partnern für den nachhaltigeren Vertrieb des MB-trac und erklärt, warum die gefundene Zusammenarbeit mit der Klöckner-Humboldt-Deutz AG dann doch nicht zu einem direkten Nachfolger für den MB-trac führte.
Unimog: Zugmaschine und Geräteträger für viele Zwecke
Im abschließenden Teil des Bandes verfolgen die Autoren die jüngste Geschichte des Unimog. Nach dem Ende des MB-trac habe Daimler die Weiterentwicklung und den Vertrieb dieses Fahrzeugs forciert. Als wirtschaftliche Zugmaschine und Geräteträger unter anderem für Transporte, Oberflächenbearbeitung und Pflanzenschutz habe der Unimog bis heute seine Stellung in der Landwirtschaft behaupten, ja sogar ausbauen können.
Die Autoren Schmeing und Wischhof waren Mitarbeiter im Geschäftsbereich Unimog des Konzerns und gehören Laut DGL-Verlag zum engsten Kreis derer, die heute zum Thema authentisch schreiben können. Ihre "Recherchentiefe" profitiere auch davon, dass viele weitere Beteiligte persönlich befragt werden konnten, die wiederum teilweise bedeutende verstorbene Pioniere und Mitwirkende noch persönlich gekannt haben.
Hinsichtlich der "Systemtraktoren" seien zudem frühere firmenpolitische Gesichtspunkte wie vertrauliche Entscheidungen, Protokolle, Studien, Gutachten und auch die "heißen Diskussionen" so weit in den Hintergrund geraten, dass heute darüber geschrieben werden kann. Diese Bedingungen seien ideale Voraussetzungen gewesen, um jetzt ein solches Buch vorzulegen. (pd)
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