Mittwoch, 23.05.2012
Europas Landwirte: Stabile Geschäftslage auf hohem Niveau
Frankfurt/M. - Europas Landwirte blicken optimistisch in die Zukunft. Dies zeigen die Ergebnisse des Trendmonitors Europa aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, Ungarn und Tschechien.
Fast die Hälfte der Landwirte will in den nächsten zwölf Monaten investieren. Ein Grund dafür sind auch die niedrigen Zinsen.
© Mühlhausen/landpixel
Die
DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat den Trendmonitor zusammen mit der Kleffmann Group aus Lüdinghausen/Westfalen erstellt. DLG-Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhard Grandke erklärte kürzlich bei der Vorstellung der Ergebnisse, dass die Landwirte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ihre aktuelle Geschäftslage stabil auf hohem Niveau erachten. Auch für die Länder Polen, Tschechien und Ungarn könne im langjährigen Trend eine positive Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage verzeichnet werden. Offensichtlich seien diese Länder in "Europa angekommen" und richteten große Teile ihrer Produktion an den globalen Rahmenbedingungen aus. Wie die Ergebnisse für Deutschland, Frankreich und Großbritannien weiter zeigten, seien die Erwartungen an die zukünftige Geschäftsentwicklung trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten weiter auf hohem Niveau. Auch die Landwirte und Investoren in Polen, Ungarn und Tschechien erwarteten zukünftig eine positive Geschäftsent-wicklung für ihre Unternehmen. Unsicherheiten bestünden in einzelnen Regionen durch die regional
schwierige Ernte und ein bisher noch nicht exakt abschätzbares Umfeld
für den globalen Getreidemarkt.
Fast die Hälfte der Landwirte will im kommenden Jahr investieren
Der aktuelle DLG-Trendmonitor weise zudem aus, dass fast die Hälfte der
Landwirte in den kommenden zwölf Monaten investieren wolle. Dies sei im
Vergleich zur Frühjahrsbefragung ein etwas niedrigerer Wert, der unter
anderem auch darauf zurückzuführen sei, dass im ersten Halbjahr 2011
bereits umfangreich investiert wurde. Mit Blick auf die mittel- und
langfristigen Trends könne festgehalten werden, dass über 60 Prozent
der Betriebsleiter mit Investitionen die Effizienz der Produktion und
damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern wollten. Für mehr als 40
Prozent der befragten Betriebsleiter gehe dies mit der Expansion des
Betriebes und entsprechenden Erweiterungsinvestitionen einher.
Hauptanreiz für Investitionen sei die Außenwirtschaft. Günstig auf die
Investitionsneigung wirke sich das weiterhin sehr attraktive Zinsniveau
aus.
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