dlz-Aktuell Agrarpreise bleiben hoch

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Die Rohstoffpreise auf den internationalen Agrarmärkten bleiben weiterhin hoch. Das zeigen aktuelle Daten der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilt. [[mehr]]
 
Im Durchschnitt der ersten vier Monate in 2012 liegt das globale Agrarpreisniveau genauso hoch wie im vierten Quartal 2011. Grund dafür ist weiterhin eine insgesamt knappe Versorgungssituation auf den internationalen Agrarmärkten. Das bedeutet, dass die Erzeugerpreissituation für die heimische Landwirtschaft insgesamt relativ günstig ist. Andererseits stehen den Erlösen gestiegene Kosten aufgrund hoher Energie-, Dünge- und Futtermittelpreise gegenüber.

Für April ist Index leicht schwächer

Der von der FAO monatlich ermittelte Preisindex für die wichtigsten weltweit gehandelten Agrarrohstoffe wie Getreide, Öle, Milch, Fleisch und Zucker fiel im April 2012 gegenüber dem Vormonat März zwar um 1,4 Prozent, liegt aber im Zeitvergleich weiterhin auf einem relativ hohem Niveau. Der leichte Rückgang ist vor allem auf niedrigere Preise für Zucker und Milch zurückzuführen.
 
Auch die Getreidepreise gaben leicht nach. Dagegen zogen die globalen Preise für Öle und Fette aber auch für Fleisch weiter an. Der auf Basis von mengengewichteten Exportpreisen ermittelte Index lag im April bei 214, verglichen mit 217 im März, 216 im Februar und 213 im Januar 2012. Nach Einschätzung der FAO dürften die Weltmarktpreise für Agrarrohstoffe auf absehbare Zeit hoch bleiben. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2012 gehen die Vereinten Nationen von einer insgesamt verbesserten Angebotslage bei gleichzeitig starker Nachfrage aus.
 
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