dlz-Aktuell Die Einheitsversicherung kommt

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Die landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger werden ab 2013 unter dem Dach eines einheitlichen Bundesträgers zusammengefasst. [[mehr]] Den Weg dafür hat der Bundesrat heute freigegeben. Die Versicherung soll künftig unter dem Namen Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau firmieren. Damit treten in Kürze auch die Änderungen bei der Hofabgabe in der Alterskasse in Kraft.
 
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Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann ist überzeugt davon, dass die Bildung eines bundesweiten LSV-Trägers die richtige Antwort auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft ist. Er verscwheigt aber, dass Landwirte frühestens ab 2014 mit höheren Beiträgen zur Unfallversicherung rechnen müssen, da die Beitragsmaßstäbe bundesweit vereinheitlicht werden und die Zuschüsse des Bundes sinken werden.
Sozialministerin Aygül Özkan ergänzt: „Es ist uns gelungen, die landwirtschaftliche Sozialversicherung zu erhalten, sie zu modernisieren und gleichzeitig die ortsnahe Betreuung der Versicherten zu erhalten."
 
Nun müssten alle dazu beitragen, dass die Reform in der Praxis umgesetzt und im Sinne des Berufsstands mit Leben erfüllt werde, fordern die Minister. Lindemann und Özkan hatten sich zuvor bei der Bundesregierung unter anderem dafür stark gemacht, die regionalen Aufgaben dauerhaft zu sichern, die mit den Sozialwahlen 2011 gewählten Mitglieder der Selbstverwaltungsorgane auch in zukünftige Entscheidungsprozesse einzubinden und die Neuordnung der Versicherung durch Bundesmittel zu flankieren.
 
Niedersachsen werde sich auch künftig dafür einsetzen, dass auch Personal- und Budgetkompetenzen so weit wie möglich an die Geschäftsstellen verlagert werden, damit die Handlungsspielräume erhalten bleiben und die Neuordnung der landwirtschaftlichen Sozialversicherung für die gesamte Übergangszeit bis 2017 mit einem Zuschuss von 200 Millionen Euro pro Jahr flankiert wird.
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