Rind Farbenspiele im Bullenstall

<i></i> Braunvieh, Fleckvieh, Schwarzbunte oder doch lieber das Salers-Rinde oder Kreuzungstier? Welche Rasse im Vergleich wie abschneidet und ob die Rassenwahl wirklich entscheidende für eine effektiven Bullenmast ist, lesen Sie in unserem 7. Teil der Bullenmastserie.

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Die Fütterung, das Management und die Haltung im Betrieb haben einen großen Einfluss auf die Mast.
Ob braun ob bunt, ist eine Frage die bei der Rassenwahl in der Bullenmast genügend Diskussionspotential bietet. Die gängigsten Rassen in der Bullenmast sind das Fleck- und Braunvieh sowie die Schwarzbunten.
Um zwischen den Rassen in der Bullenmast abwägen zu können, hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen einen Vergleich zwischen diesen Rassen angestellt. Dabei wurde deutlich, dass die Ergebnisse bezogen auf den Mastplatz zwischen den Rassen Braunvieh (BV) und Fleckvieh (FV) nahezu identisch sind. Somit liegen am Ende die Direktkostenfreien Leistungen je Platz, also die Kennzahlen die für die Beurteilung der Ergiebigkeit und Konkurrenzstärke der Erzeugung wichtig sind, bei 218 € (Fleckvieh) und 210 € (Braunvieh). Die Rasse Schwarzbunt weicht hingegen deutlich ab. Mit einer Direktkostenfreien Leistung pro Platz von 178 € liegt diese Rasse rund 40 ? unter den des Braun- und Fleckviehs. Dieser Wert setzt sich unter anderem aus den wesentlich geringeren Werten wie dem Nettozuwachs von 585 g pro Tag, dem niedrigeren Schlachtgewicht von 977 kg und dem geringeren Erlös (€/Bulle) von 1.066 zusammen. Innere Schwankungen Deshalb bleibt festzuhalten, dass grundsätzlich mit jeder Rasse gemästet werden kann, soweit der Kälberpreis ein positives Ergebnis erwarten lässt. Mäster die ihre Leistungsdaten kennen, stellen sich darauf ein. Deutlich höher als zwischen den Rassen differieren die Ergebnisse innerhalb der Rasse zwischen den Betrieben. Für einen Vergleich hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Betrieb aus dem oberen und dem unteren Drittel sowie der Mitte gegenüber gestellt. Hier lassen sich deutliche Schwankungen innerhalb der Rasse erkennen. Die größten Schwankungen sind innerhalb der Rasse Fleckvieh zu erkennen. Zwischen dem unteren Drittel und dem oberen Drittel der Betriebe liegen beim Mastendgewicht rund 116 kg pro Bulle. Das ergibt einen Erlösunterschied von 274 € pro Bulle und im oberen Drittel eine um 128 € höhere Direktkostenfreie Leistung pro Tierplatz. ah 
 
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin April 2012 erschienen.
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