Bodenbearbeitung Kurz und wendig

<i></i> Den Trio T bietet Köckerling seit 2011 als dreibalkige Alternative zu Vector und Quadro in 4,0 und 5,0 m Arbeitsbreite an. Wir wollten wissen, wie er sich im Vergleich zu seinen dunkelblauen Brüdern im Praxisalltag schlägt.

_Aufmacher © Foto: Mumme Bild vergrößern
Drei Balken, zentrales Fahrwerk und dabei verdammt wendig: Der Trio T von Köckerling im dlz-Dauertest.
Köckerling ist heute einer der wenigen Produzenten von Bodenbearbeitungsgeräten, der ausschließlich auf Zinken als Arbeitswerkzeuge setzt - auch bei seinen Sämaschinen. Kurzscheibeneggen finden sich also nach wie vor nicht im Portfolio. Dafür bietet Köckerling für nahezu alle Bedürfnisse den passenden Grubber an - angefangen beim dreibalkigen, dreipunktangebauten Trio bis hin zum aufgesattelten achtbalkigen Vario. Zuletzt schickten die Westfalen Anfang 2011 den Trio T ins Rennen. Dabei handelt es sich um einen angehängten Mulchgrubber mit dreibalkigem zusammenhängendem Zinkenfeld und zentralem Fahrwerk. Was uns im 100 ha-dlz-Dauertest gut und weniger gut gefiel, haben wir für Sie zusammengefasst.

17 Zinken

Der Trio 500T ist die aufgesattelte Ausführung des bereits länger von Köckerling angebotenen Trio. 30 cm Strichabstand (also 17 Zinken bei 5 m Arbeitsbreite) und üppige 85 cm Rahmenhöhe sollen verstopfungsfreies Arbeiten ermöglichen. Mit diesen Kennwerten siedelt sich der Trio T in mitten seine Marktbegleitern an. Auch die 80 cm Balkenabstand passen da sehr gut rein. In Sachen Zinken setzt Köckerling auf bewährte Technik aus Vector und Quadro. Jedes Grindel ist samt der zwei ineinander steckenden Spiralfedern mit Spreizbolzen plus zwei Spannringen am Rahmen verschraubt. Das soll auch nach längerer Einsatzzeit garantieren, dass die Zinken spielfrei in ihrer Halterung sitzen. Ein Mal pro Jahr ist an jedem Zinken ein Schmiernippel mit Fett zu versorgen - das ist nicht zu viel Aufwand. In Sachen Auslösekraft dürfte es ruhig etwas mehr sein: Nur 450 kg werden auf leichten Böden eventuell noch gehen. Arbeitet man auf mittelschweren und schweren Böden tiefer, so reicht diese Vorspannung unserer Erfahrung nach nicht mehr aus. Die Folge sind deutlich höhere Zugkräfte, da sich die Spitzen steiler stellen. Immerhin kann der Trio T bis 35 cm tief arbeiten, so dass wir uns zumindest optional stärkere Federn für 550 bis 600 kg Auslösekraft wünschen würden. Die Zinkenanordnung ist symmetrisch mit "Tunneleffekt", also großen Durchgängen von der vorderen bis zur letzten Zinkenreihe. Mitgenommene Strohhaufen bauen sich dadurch relativ schnell ab und werden über die Fläche verteilt. mu 
 
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Juli 2012 erschienen.

dlz-Testvideo zum Thema

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