Aktionen Zieleinlauf in Unterfranken

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Der dlz-Anbauwettbewerb geht in die Endrunde. Die Junglandwirte haben bis zuletzt an der perfekten Bestandsführung gefeilt. Nur das Wetter kam anders als erwartet.

00_AUFMACHER_WJC_Pokal D © Foto: fotolia/Sergey Nivens Bild vergrößern

Trockenrisse im Boden, so groß, dass man seine Hand darin versenken kann – so sahen Mitte Mai die Versuchsparzellen im unterfränkischen Mariaburghausen aus. Beide Teams lagen in der Entwicklung ihrer Sorten gleichauf. Für die Region ist die Trockenheit nicht ungewöhnlich und doch war in diesem Frühjahr alles ein wenig anders.

Denn es hatte eigentlich mehr als üblich geregnet: im März 50 mm, im April sogar 60 mm. Normalerweise können die Ackerbauern hier mit kaum mehr als 40 oder 45 mm im Monat rechnen. Und doch ist der Boden enorm trocken. Das hat mehrere Gründe: Der Bodenwasservorrat ist  aus dem letzten Jahr noch niedrig, 2015 fiel nur die Hälfte des erwarteten Frühjahrsregens. Gleichzeitig weht ein stetiger Wind, der bei den warmen Temperaturen die Verdunstung beschleunigt. „In der ersten Maiwoche hat der Ostwind jeden Tag pünktlich um 10 Uhr morgens eingesetzt“, sagt Christian Mauer, Schülersprecher des Teams Schweinfurt.

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin 6/2016 erschienen.

 

Seit 1998 ist er eine feste Größe: Der Nachwuchs-Anbauwettbewerb von dlz agrarmagazin und Claas. Zu den Feldtagen 2016 im unterfränkischen Mariaburghausen laden wir jetzt zur zehnten Ausgabe des Weizen-Junior-Cups. Die Teilnehmer der ersten Stunde sitzen längst als Betriebsleiter fest im Sattel. Was allen Teams in der Geschichte des Cups geblieben ist: Die Erfahrung zählt!

Denn der Anbauvergleich bietet die einmalige Chance, auf fremdem Boden, unter ungewohnten Bedingungen und aus der Ferne Weizenbestände zum optimalen Ertrag zu führen. Alles ist möglich und die schlauere Strategie gewinnt.

In diesem Jahr dabei:

>> Team Meschede aus dem Sauerland: Die zweite Klasse der zweijährigen Fachschule – die Höhere Landbauschule – besuchen dieses Jahr zwölf Schülerinnen und Schüler. Schülersprecher Lukas Busemann und Fachlehrer Hans-Friedrich Bräutigam haben sich über die Zusage gefreut: „Wir haben uns gleich ins Auto gesetzt und sind die 350 km nach Mariaburghausen gefahren, um uns unseren Acker anzuschauen.“

>> Team Schweinfurt aus Unterfranken: Aus der Winterschule haben sich gleich zwei Schulklassen zusammengetan, um das gesammelte Fachwissen aufzubieten. So treten das erste und das dritte Semester der Winterschule als ein Team an. Fachlehrer Joachim Dömling hält die 35 jungen Leute zusammen. Die Klassensprecher Simon Weckert vom ersten Semester und Christian Mauer (vom dritten) erwarten sich einen Standortvorteil. „Wir sind ja nah dran am Versuchsgelände und kennen die Böden recht gut.“

Der Cup findet alle zwei Jahre auf dem Gelände der DLG-Feldtage statt. Partner aus der Züchtung ist in der Saison 2015/16 RAGT Saaten aus dem ostwestfälischen Hiddenhausen. Bei dieser Ausgabe sind wir in Unterfranken zu Gast.

Wie es die Teams schaffen, den höchsten Deckungsbeitrag zu erwirtschaften, lesen Sie regelmäßig im dlz agrarmagazin und auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/weizenjuniorcup. Hier finden Sie viele Fotos und aktuelle Informationen von den Versuchsparzellen in Mariaburghausen.

Top informiert im dlz agrarmagazin

Im dlz agrarmagazin berichten wir regelmäßig über den Cup, die Schulklassen und deren Strategien. Die Beiträge können Sie sich kostenlos als PDFs herunterladen.

>> dlz 8/2015: "Holt Euch den Pokal!" (PDF, 2,2 MB)

>> dlz 11/2015: "Start in die neue Cup-Runde" (PDF, 740 kB)

>> dlz next 1/2016: "Duell auf dem Weizenfeld" (PDF, 280 kB)

>> dlz 3/2016: "Späte Saat hat sich gelohnt" (PDF, 470 kB)

>> dlz 5/2016: "Rebell gibt Gas" (PDF, 1,7 MB)

NEU! >> dlz 6/2016: "Zieleinlauf in Unterfranken" (PDF, 3,1 MB)

 
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Und darum geht es

Der Wettbewerb:

Jedes Team baut drei Weizensorten an - eine geben wir vor, zwei sollen Sie auswählen. Dann heißt es "Feuer frei". Die Teilnehmer entscheiden aus der Ferne selbst, welche Strategien sie fahren. Dabei ist Fachwissen gefragt, und manchmal ein bißchen Glück. Laufend stehen Entscheidungen an - angefangen von der Saatstärke, über die Wahl der richigen Herbize und Dünger und hören erst bei den Fungiziden und Wachstumsreglern auf.
Ziel ist es, zu niedrigsten Kosten beste Erträge und Qualitäten zu erwirtschaften. Am Ende gewinnt der höhere Deckungsbeitrag im Schnitt der drei Sorten.

Die Sorten:

Unser diesjähriger Partner aus der Züchtung, RAGT Saaten, begleitet den gesamten Anbauvergleich mit seinen Experten. Vor Ort in Mariaburghausen und bei Bedarf auch im Unterricht. Mit dem A-Weizen RGT Reform geben wir eine Pflichtsorte vor; aus fünf weiteren müssen Sie zwei zusätzliche Sorten wählen. Welche das sind, haben wir hier ausführlich zusammengestellt. Alle Informationen zum Weizensortiment von RAGT finden Sie hier.

Alle wichtigen Informationen auf einen Blick

>> Diese Sorten stehen zur Wahl
>> Homepage RAGT Saaten
>> Homepage Claas
>> Aktuelle Fotos und Infos auf unserer Facebook-Seite
 
>> Brauchen Sie weitere Infos zum Weizen-Junior-Cup? Ihr Kontakt zur dlz-Pflanzenbau-Redaktion: Klaus Strotmann, klaus.strotmann@dlv.de, T. 089/12705-584, Fax: 089/12705-84584 und Karl Bockholt, karl.bockholt@dlv.de, T. 02541/88-119, F. 02541/88-210.

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