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Im ersten Schritt müssten die Raffinerien auf einen speziellen Basiskraftstoff für Super E10 umgestellt werden. Dann müssten Lagerung, Beimischung und Transport aufwändig angepasst werden. Bevor Super E10 an die Tankstellen ausgeliefert werden könne, müsse die Kennzeichnung an der Tankstelle vom Preismast über die Zapfsäule bis zum Kassensystem umgestellt worden sein.
Wichtig seien die Warnhinweise, damit eine Fehlbetankung mit Super E10 sicher ausgeschlossen werde. Nach Aussage der Unternehmen werde die Einführung von E10 im Laufe des ersten Quartals 2011 stattfinden, betonte der MWV.
E10: Geringerer Energiegehalt führt zu höherem Verbrauch
Der neue Ottokraftstoff spart gegenüber fossilem Sprit CO2-Emissionen ein und hilft der Mineralölwirtschaft die Biokraftstoff-Gesamtquote von 6,25 Prozent einzuhalten. Für Biodiesel als biogener Komponente in den Selbstzündern gilt derzeit ein maximaler Beimischungsanteil von sieben Prozent. Wichtigste Rohstoffe für Ethanolkraftstoff sind in Deutschland Roggen, Weizen und Zuckerrüben. Aufgrund des geringeren Energiegehalts von E10 liegt der Verbrauch allerdings etwa um drei Prozent über dem bisherigen Treibstoffgemisch mit einem Ethanolanteil von fünf Prozent. Bei konstanten Benzinpreisen würden sich pro Liter damit Mehrkosten von etwa 4,5 Cent pro Liter ergeben.
Hersteller zeigen Verständnis für Lieferverzögerungen
Die Hersteller von Biokraftstoffen zeigten Verständnis für Verzögerungen bei der Auslieferung des neuen Kraftstoffs E10. Der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), Elmar Baumann, sieht einen möglichen Grund in den ungünstigen Witterungsbedingungen. Deutliche Preisaufschläge auf den neuen Kraftstoff E10 sind aus seiner Sicht sachlich nicht gerechtfertigt. "Da Benzin bereits jetzt E5 enthält, also bis zu fünf Prozent Ethanol, ist die Steigerung auf zehn Prozent gering und kann keine höheren Preise begründen. Neue technische Anlagen müssen auch nicht angeschafft werden, denn die Vorrichtungen zur Beimischung sind wegen E5 schon vorhanden", betonte Baumann.
Wissmann erwartet höheren Preis
Auch in der Automobilindustrie erwartet man keine Probleme mit der E10-Einführung. Alle Hersteller hätten genau geprüft, welche ihrer Modelle und Motoren E10 vertrügen und welche nicht, erklärte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, gegenüber den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Bei den deutschen Marken handele es sich um eine sehr überschaubare Zahl älterer Fahrzeuge, die nicht E10-tauglich seien. Wissmann vertrat die Einschätzung, dass der neue Sprit zwar kein Preistreiber, aber dennoch teurer als konventionelles Superbenzin sein werde. Klimaschutz gebe es nicht zum Nulltarif, so der VDAPräsident. (AgE)

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| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 208,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,10 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 387,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 256,00 €/t | zur dlz-Prognose |
