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Mittwoch, 23.05.2012
Wirtschaft | 23.01.2012 Redaktion agrarheute.com

Erster Schweinemastbetrieb wieder freigegeben

Oberschönegg - Vergangene Woche waren 25 Schweinemastbetriebe gesperrt worden. Schuld war ein Laborfehler bei Ehrmann, die Tiere hatten verunreinigtes Futter erhalten.
Durch die unsachgemäße Entsorgung von Laborabfällen war innerhalb der Molkerei Chloramphenicol ins Weißwasser gelangt. Landwirte wussten von der Verunreinigung nichts und verfütterten es an ihre Schweine.© Mühlhausen/landpixel
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Durch die unsachgemäße Entsorgung von Laborabfällen war innerhalb der Molkerei Chloramphenicol ins Weißwasser gelangt. Landwirte wussten von der Verunreinigung nichts und verfütterten es an ihre Schweine.
© Mühlhausen/landpixel
Nach der Entdeckung von mit Antibiotikum verunreinigtem Futtermittel ist einer der 25 gesperrten Schweinemastbetriebe in Bayern wieder freigegeben worden. Das sagte ein Sprecher der Allgäuer Molkerei Ehrmann in Oberschönegg am Samstag. Das verbotene Antibiotikum Chloramphenicol war im Urin von Mastschweinen festgestellt worden, die ein von Ehrmann stammendes Futtermittel bekommen hatten. Eine leitende Mitarbeiterin der Qualitätssicherung ist nach Angaben des Unternehmenssprechers beurlaubt worden.

Landesamt entdeckt Rückstände im Schweine-Urin

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hatte im Schweine-Urin Rückstände von Chloramphenicol gefunden und die Mastbetriebe im Allgäu und im Raum Ulm sperren lassen. Das Arzneimittel dürfe Schlachttieren seit 1994 nicht mehr verabreicht werden, teilte die Behörde mit. Entdeckt wurden die Rückstände bei Routinekontrollen. Molkereiprodukte von Ehrmann seien aber nicht betroffen, da die Prozesse in der Molkerei getrennt ablaufen. Verbraucher seien daher nicht gefährdet.
 
Laborabfälle unsachgemäß entsorgt
 
Ehrmann werde Chloramphenicol künftig nicht mehr verwenden, teilte der Unternehmenssprecher mit. Das Antibiotikum war als Hilfsmittel in der Qualitätssicherung zur Beschleunigung mikrobiologischer Untersuchungen eingesetzt worden. "Als Ursache für die Kontamination wurden Laborabfälle des Molkereibetriebes ermittelt, die unsachgemäß entsorgt worden sind", teilte das Landesamt mit. Wegen eines Fehlers sei das Antibiotikum in das sogenannte Weißwasser gelangt. Weißwasser, das bei der Produktion in der Molkerei anfällt und noch Milchbestandteile enthält, werde von einigen Betrieben aus dem Umland abgeholt und vor allem bei Schweinen dem Futter beigegeben. Ehrmann stehe in enger Verbindung mit den Behörden und den betroffenen Landwirten.
 
Freigabe der restlichen Betriebe für diese Woche erwartet
 
In einigen Mastbetrieben dauerten die Untersuchungen noch an, meinte der Sprecher. Es sei aber davon auszugehen, dass die Freigabe weiterer Mastbetriebe im Laufe der kommenden Woche folgen werde. Die Molkerei Ehrmann hat angekündigt, unbürokratisch zu helfen und im Bedarfsfall entsprechende Entschädigungen der Landwirte zugesagt.
 
Mehr dazu lesen Sie auch im folgenden Artikel: 25 Mastbetriebe wegen Laborfehler bei Ehrmann gesperrt.
dpa/pd
Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion Land und Forst QS System Das ändert sich für Schweinehalter
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Keywords Antibiotikum | Chloramphenicol | Ehrmann | Futtermittel | Mastbetriebe | Molkerei | Schweinemast | Verunreinigtes Futter | Wirtschaft | aufgehoben | freigegeben | gesperrt
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