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Januar: Preissturz bereits am Jahresanfang
März: Milchprodukte so billig wie noch nie
"Preise sinken auf Nachkriegs-Niveau-Bayerns Bauern sind erschüttert.
Das ist heute bei uns in der Zeitung gestanden. Der Preis für einen Liter Magermilch liegt zirka bei 49 Cent und 65 Cent pro halbem Pfund Butter. Das ist doch ein Schlag ins Gesicht für uns Bauern." Damit startete im März eine lange Debatte über die Rolle des Handels und der Verbraucher an der aktuellen Milchmarktmisere.
April: Milchquotenpreise auf historischen Tiefstand
Im April wurde dann stark über die niedrigen Milchquotenpreise beim ersten Börsentermin des Jahres diskutiert. Einige Nutzer führten sie auf die nicht mehr drohende Superabgabe zurück, andere machten wiederum die aktuelle Krise als Hauptursache aus. Vielen waren die Preise alleridngs immer noch zu hoch. Die Quotenwanderung von Nord nach Süd war nach Meinung einiger landlive-User ein Zeichen dafür, dass sich der Norden bereits von der Quote verabschiedet hat.
Mai: Droht ein neuer Milchstreik ???
Als im Mai auf agrarheute.com von geplanten Protestaktionen des BDM die Rede war, entbrannte auf landlive eine Diskussion, ob ein neuer Milchstreik vor der Tür steht. "in unserer Tageszeitung wird ein BDM-Chef zitiert [...] streiken war noch nie so billig [...] Irgendwie sind Parallelen zu erkennen zum letzten Jahr und der Zeit vorm Streik, außer das der Preis dieses Mal richtig im Keller ist! Oder werden dieses Mal gleich Molkereien und Zentrallager blockiert [...] mir schwant böses", so ein landlive-Nutzer. Zu dieser Zeit konnte sich allerdings noch kaum ein User vorstellen, dass es 2009 noch zu einem Streik kommt.
Juli: Milchquotenausstieg überdenken?
Im Juli kochte das Thema Milchquote dann erneut hoch. In Brüssel zeigte sich seit Monaten keine Bewegung mehr in Richtung Ausstieg aus dem Milchquotenausstieg. landlive-Mitglied Milchboy warf die Frage auf: "Warum setzt sich der Bauernverband nur für die Milchquotenüberlieferer ein?"
August: "Freiwillig verpflichtenden Mengenstilllegung gegen Vergütung" (FMS)
Das war das Schlagwort im August. Der Vorschlag des BDM, dass Betriebe freiwillig einen Teil ihrer Milchquote ruhen lassen und dafür einen Ausgleich von der Molkerei zu erhalten, warf bei vielen landlive-Usern die Frage auf "wie soll das in der Praxis funktionieren?"
September: Milch wegschütten und umgekippte Klosterteich
Im September kam er dann doch, der zweite Milchstreik. Erst in Frankreich und Belgien, schließlich auch in Deutschland schütteten einzelne Landwirte wieder ihre Milch weg. Im Rahmen der Agrarministerkonferenz in Eisleben wurden mit zwei großen Tankern medienwirksam zehntausende Liter Milch auf das Klostergelände gespritzt. Da die Milch direkt in den Klosterweiher floss, dieser umkippte und dadurch tausende Fische starben, wendete sich die Stimmung allerdings eher gegen die Protestierenden. Diese Aktion und zahlreiche öffentliche Milchwegschütt-Aktionen, bei denen mit Güllefässern Milch auf die Felder ausgebracht wurde, trafen auf wenig Zustimmung in der Community und wurden teils scharf verurteilt: "Wie kommen solche Aktionen beim Verbraucher an? Was soll der denken wenn Wertvolle Lebensmittel als Abfall behandelt werden? Ist bei solchen Berichten der Ruf der Landwirtschaft als ganzes in Gefahr", waren nur einige Fragen, die sich die landlive-User stellten.
Oktober: Proteste in Brüssel und Luxemburg
Im Oktober beherrschten wieder einmal Proteste gegen die Milchpolitik der EU das Diskussionsgeschehen. Mit einer eindrucksvollen Analyse richtetet sich Georg Keckl , Statistiker und Milchmarktexperte aus Niedersachsen, an den BDM. Mit der Aufforderung "Herr Schaber hören sie auf zu träumen" zeigte er auf, dass durch die aktuellen politischen Entscheidungen auf EU-Ebene quasi alle Forderungen und Ziele des BDMs nicht mehr erreichbar seien. Seiner Ansicht nach fehle dem Verband ein realistischer Plan B.
Matthias Ludwig

| Nord | Süd | ||||||
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19°C | 13°C | ![]() |
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| über- morgen |
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20°C | 14°C | ![]() |
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| Raps | 466,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 208,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,10 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
