Mittwoch, 23.05.2012
Orale Eisengabe hat viele Vorteile
Münster - Um das angeborene Eisendefizit (Eisenmangelanämie) schnell auszugleichen, benötigen Ferkel und Kälber direkt nach der Geburt eine Eisengabe.
Die gabe von Eisen mittels einer Paste hat viele Vorteile gegenüber einer Injektion.
© agravis
In der
Praxis wird deshalb oft Eisen am dritten Lebenstag per Injektion verabreicht. Eine
orale Verabreichung einer hochwertigen Eisenpaste hat jedoch viele Vorteile gegenüber der Spritze.
Der Immunstatus von Ferkeln und Kälbern ist direkt nach der Geburt noch sehr
ungenügend ausgebildet, das angeborene Eisendefizit hat aber bereits negative
Auswirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Jungtiere.
Die
erforderliche Eisenergänzung per Injektion kann gefahrlos in der vollen Dosierung
erst am dritten Lebenstag erfolgen. Es werden Stichverletzungen gesetzt, die eine
Irritation des Immunsystems verursachen, mit dem Ergebnis erhöhter Anfälligkeit für
Virusinfektionen oder lokale Streptokokkeninfektionen, die zu Abszessen an den
Injektionsstellen, Gelenkinfektionen und Lahmheiten führen können. Außerdem
besteht die Gefahr, über die Injektionsnadel Krankheitserreger zu übertragen.
Miravit Eisenpaste plus kann bereits am ersten Lebenstag, nach der ersten
Kolostrum- (Biestmilch-) aufnahme verabreicht werden. Verletzungen des Haut- und
Muskelgewebes mit den beschriebenen Folgen werden vermieden.
Tiere sind vitaler
Das Präparat wird nach der ersten Kolostrumaufnahme den Ferkeln und Kälbern eingegeben und führt so sehr schnell zu einem Ausgleich des angeborenen
Eisendefizits. Eisenpasten, wie beispielsweise Miravit plus enthalten neben ausreichenden Mengen Eisen auch Milchsäurebakterien, die zu einer ositiven Frühbesiedlung der
Darmschleimhaut führen. Das zugesetzte Vitamine C stärkt das Immunsystem und
verbessert die Eisenresorption im Körper der Jungtiere. Vitamin E und Selen
verbessern die Stressstabilität der Neugeborenen.
Die frühzeitige orale Eisengabe und die Vermeidung der Spritze führen im direkten
Vergleich zu vitaleren Ferkeln, ausgeglicheneren Würfen und mehr abgesetzten
Ferkeln. Kälber sind ebenfalls vitaler und frohwüchsiger. Durch die zusätzlichen
Inhaltsstoffe wie Milchsäurebakterien, Vitamin C, Vitamin E und Selen wird das
Immunsystem bereits in den ersten Lebensstunden unterstützt, die
Krankheitsanfälligkeit der Jungtiere sinkt und das Wachstum ist stabiler.
Untersuchungen ergaben höhere Zunahmen
In mehreren Untersuchungen wurden bei identischen Blutparametern für Eisen und
Hämoglobin höhere Tageszunahmen, eine reduzierte Anzahl an
Gelenksentzündungen und eine deutlich niedrigere Todesrate bei den oral
versorgten Ferkeln im Vergleich zu den gespritzten Tieren nachgewiesen. In einer
Dissertation, 2011 veröffentlicht von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, wurde
eindeutig die Wichtigkeit der frühen Eisengabe an Kälber herausgestellt.
agravis/pd
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