Mittwoch, 23.05.2012
75 kW-Anlagen: Einspeisevergütung bleibt
Berlin - Die Einspeisevergütung für kleine 75 kW-Biogasanlagen bleibt. Das hat Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, versichert.
Bislang ist auf Basis des neuen EEG keine neue Anlage in Betrieb genommen worden.
© landpixel
"Die Einspeisevergütung für kleine Anlagen ist nicht in Gefahr", erklärte Müller am vergangenen Mittwoch in Berlin. Für eine Kürzung bestehe keinerlei Veranlassung, weil 75 kW-Anlagen nicht der Grund seien für die Steigerung der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Nur wenig kleine Anlagen
Dem Staatssekretär zufolge ist bisher keine Anlage auf Basis des neuen
EEG in Betrieb genommen worden. Sowohl das
Bundeslandwirtschaftsministerium als auch der Fachverband Biogas gingen
davon aus, dass es in den kommenden vier Jahren maximal 200 neue Anlagen
in dieser Größenklasse geben werde. Damit würde sich die neue
75-kW-Anlagen-Klasse allenfalls marginal auf die EEG-Umlage auswirken.
Erneute und voreilige Änderungen am novellierten EEG, das am 1. Januar
2012 in Kraft tritt, würden vom Agrarressort schließlich auch aus
Gründen des Vertrauensschutzes abgelehnt.
Hintergrund
Die Irritationen waren nach
einem Schreiben der Fraktionsspitzen von Union und FDP entstanden, in
dem die Regierung aufgefordert wird, Umsetzungsvorschläge zur
Stabilisierung der EEG-Umlage vorzulegen. In diesem Zusammenhang wird
unter anderem auf eine mögliche Reduzierung der Einspeisevergütung für
kleine Biogasanlagen verwiesen. Die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete
Cornelia Behm begrüßte die Aussagen Müllers. Behm nannte die
besondere Vergütung von 75 kW-Anlagen im Rahmen der EEG-Novelle eine "Errungenschaft der Agrarpolitiker", die nicht aufgegeben werden dürfe.
Energietalk: Deutschland muss beim EEG nachbessern
AgE
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