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Mit viel Prominenz öffnete heute der ErlebnisBauernhof im Rahmen der Grünen Woche in Berlin seine Pforten. Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes eröffnete den Bauernhof und richtete eine Botschaft an die Besucher: "Der ErlebnisBauernhof 2011 demonstriert eindrucksvoll, dass diese Branche für gesunde Produkte steht. Wir wollen damit zum Ausdruck bringen, dass die deutsche Landwirtschaft trotz mancher Skandalisierungen eine gesunde Branche ist. Diese Gesundheit zeigt sich auch an dem, was wir produzieren. So gesunde, vielfältige und gute Produkte wie heute hat es noch zu keiner Zeit in Deutschland gegeben. Wir machen jeden Tag 82 Millionen Menschen in Deutschland satt. Es ist uns darum wichtig, dass jeder Besucher sich selbst ein Bild davon machen kann, wie die nachhaltige Landwirtschaft den Fortschritt nutzt und trotzdem bodenständig bleibt."
Das Megathema: Dioxin-Skandal
Politisch wird die Grüne Woche 2011 vom Dioxin-Skandal bestimmt. Bundesagrarministerin Ilse Aigner schaffte es, sich mit ihren Länderkollegen kurz vor Eröffnung der Messe über einen 14-Punkte-Aktionsplan zu einigen und ihn auch im Rahmen einer Regierungserklärung durch das Parlament zu bringen. Auf der Fragestunde des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) war ihr am Donnerstag dann auch die Erleichterung darüber anzumerken. Sie sprach von einer "Riesensauerei", aus der die richtigen Konsequenzen mit "Nach- und Hochdruck" gezogen werden müssen.
Zinsverbilligte Kredite der Landwirtschaftlichen Rentenbank sollen den ärgsten Schaden für die geschädigten Landwirte abfangen. Die betroffenen Betriebe können zwischen Krediten mit und ohne vorzeitiges Kündigungsrecht wählen. Je nach Laufzeit und Kredittyp liegt der effektive Zinssatz in der günstigsten Preisklasse (A) zurzeit zwischen 2,26 und 2,96 Prozent. Im Hinblick auf Regressansprüche gegenüber den kriminellen Futtermittelherstellern müssten erst die rechtlichen Ermittlungen abgewartet werden, sagte die Ministerin.
Agrarministergipfel - "Davos der Landwirtschaft"
"Global - regional - lokal", unter diesem Motto steht das Global Forum for Food and Agriculture in diesem Jahr. Rund 50 Agrarminister werden am Samstag in diesem Rahmen über Möglichkeiten eines sicheren Handels auf den internationalen Agrarmärkten und der Ernährungssicherung diskutieren. "Spekulationen auf den Agrarmärkten sind katastrophal, es darf keine Zocker an den Nahrungsmittelmärkten geben", sagte die deutsche Landwirtschaftsministerin. Mit dem Forum sollen auch den zähen WTO-Verhandlungen wieder etwas Schwung verliehen werden. Der 3. Internationale Agrarministergipfel wird morgen die Möglichkeit zu weiterem Austausch geben, Agrarministerin Aigner wird nicht müde, das Treffen als "Davos der Landwirtschaft" zu verkaufen.
DBV diskutiert neues Leitbild
"Wir brauchen Warenterminmärkte, können aber keine reinen Wetten dulden", pflichtete DBV-Präsident Gerd Sonnleitner der Ministerin bei. In seinem Pressestatement im Rahmen der VDAJ-Fragestunde stellte Sonnleitner auch klar, dass es in Deutschland zu keiner "Amerikanisierung" der Landwirtschaft kommen dürfe. Der Bezug der Landwirte zu ihrem Haus und Hof müsse erhalten bleiben, dies sei eine wichtige Säule für den Erhalt der ländlichen Räume in Deutschland. Beim nächsten Bauerntag in Koblenz will der DBV die Diskussion um ein neues Leitbild, das nach außen kommuniziert wird, abgeschlossen haben.
Länder präsentieren sich beim Eröffnungsrundgang
Bei dem traditionellen Eröffnungsrundgang begrüßte Agrarministerin Ilse Aigner gemeinsam mit dem Präsident des Deutschen Bauernverbands Gerd Sonnleitner, dem regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, dem Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie Jürgen Abraham, demVorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Berlin, Raimund Hoch, und dem Geschäftsführer der Messe, Dr. Christian Göke, 22 Länder in den Hallen.
Mit Spezialitäten, traditioneller Musik und Tänzen präsentierten die einzelnen Länder den Gästen ihr Land. Start des Rundgangs war die Halle des diesjährigen Partnerlandes Polen. Nach insgesamt 28 Stationen auf der Messe endete der Rundgang vier Stunden später in der Halle des ErlebnisBauernhofs.
Gesamte Produktionskette Mais auf dem ErlebnisBauernhof
Der ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 ist der Höhepunkt der Internationalen Grünen Woche. Unter dem Motto 'Branche gesund. Produkte gesund' werden Einblicke hinter die Kulissen moderner landwirtschaftlicher Produktion dargeboten. Insgesamt 50 Partner beteiligen sich in diesem Jahr unter der federührenden Organisation durch die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL). Besonders stolz ist Dr. Gibfried Schenk, Geschäftsführer der FNL auf die Darstellung der gesamten Produktionskette Mais: "Insgesamt acht Landtechnikfirmen beteiligen sich in diesem Jahr, um dem Publikum die verschiedenen Facetten des Anbaus zu zeigen. Sogar ein Blühstreifen wurde mit integriert." Auf den Mehrwert der Landwirtschaft wies auch der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Dr. Born hin: "Wir zeigen, dass man hochleistungsfähige Landwirtschaft machen und gleichzeitig was für die Natur tun kann."
Besucher sollen sich Bild von Landwirtschaft machen
Bärbel Diekmann von der Welthungerhilfe berichtete über den Einsatz der Spendengelder von der letzten Grünen Woche. Ingesamt eine Million Euro wurde in Projekte auf Haiti gesteckt. Bauernpräsident und Vorsitzender der FNL Gerd Sonnleitner, läutete gemeinsam mit Frau Dieckmann symbolisch die Benefizaktion in diesem Jahr ein. Seinen Wunsch für die Landwirtschaft - Anerkennung, Respekt und bessere Preise - hängte er an den Wunschbaum des Bauernhofes.
Hans Wörle, Chefredakteur von agrarheute.com, führte gemeinsam mit Dr. Christine Sinemus durchs Eröffnungsprogramm, welches von der Big Band der Tierärztlichen Hochschule Hannover begleitet wurde. (bem/hek)
Vom 21. bis 30. Januar hat der ErlebnisBauernhof seine Tore täglich in der Halle 3.2 des Berliner Messegeländes geöffnet.

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21°C | 13°C | |
| Raps | 466,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 208,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,10 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
