Sonntag, 12.02.2012
Erneutes Wachstum der EU-Schweinefleischproduktion erwartet
Brüssel - Trotz eines im Vorjahresvergleich zuletzt eher bescheidenen Preisniveaus wird die Schlachtschweineproduktion in der Europäischen Union 2010 spürbar steigen. Davon geht zumindest die Europäische Kommission aus. In einer aktuellen Prognose rechnet die Brüsseler Behörde damit, dass die Erzeugung EU-weit in diesem Jahr gegenüber 2009 um 2 Prozent auf 21,87 Mio t Schweinefleisch wächst. Ausschlaggebend ist die Entwicklung in den Niederlanden mit einem Plus von 6,5 Prozent auf 1,36 Mio t. Überdurchschnittlich soll auch die Produktion in Dänemark mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent auf 1,64 Mio t zulegen. Für Deutschland als wichtigstem Schweinefleischerzeuger rechnet die Kommission mit einer eher leichten Steigerung von 1,1 Prozent auf 5,31 Mio t. In ähnlicher Größenordnung dürfte sich die Steigerungsrate in Österreich bewegen, wo die Erzeugung in diesem Jahr gut 538.000 t erreichen soll.
Stärkste Zuwächse in Polen und Litauen erwartet
Zu beachten ist in der EU-Statistik eine Umstellung der Berechnungsgrundlage. So wird laut einer neuen Verordnung nur noch das in Schlachthöfen produzierte Fleisch für die Berechnung erfasst. Gerade in den neuen Mitgliedstaaten hat diese Umstellung zu einer veränderten Datengrundlage geführt. Die stärksten Produktionszuwächse erwartet die Kommission 2010 denn auch in Polen und Litauen. In der baltischen Republik soll sich die Erzeugung ausgehend von sehr niedrigem Niveau um knapp 30 Prozent auf knapp 53.000 t erhöhen. Für Polen geht die Brüsseler Behörde von einem fast zwölfprozentigen Plus auf 1,79 Mio t Schweinefleisch aus.
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