Kiel - Der Rohstoffwert Milch hat im August gegenüber dem Vormonat nochmals um 1,8 Cent nachgegeben und ist damit auf 33,4 Cent/kg für Milch mit vier Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß gesunken.
Jahreshauptversammlung der ARGE Heumilch.
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Zurückzuführen ist dieses Minus nach Angaben des Kieler ife-Instituts auf die im Monatsmittel gegenüber Juli gesunkenen Erlöse für Butter und Milchpulver. So sei Magermilchpulver im Monatsmittel um 12,70 Euro (EUR) auf 211,20 je 100 kg gesunken. Butter reduzierte sich demnach um EUR 12,50 auf 407,70 je 100 kg, berichtet Dow Jones News.
Allerdings haben sich die Preise für abgepackte und lose Butter auf dem ermäßigten Niveau stabilisiert, teilt das Institut weiter mit.
Etwas befestigt haben sich im August nach anfänglicher Schwäche auch die
Notierungen für Magermilchpulver; Lebensmittelware notierte zuletzt
sogar wieder höher als zur Monatsmitte. Andererseits boomt der Export
nicht mehr so stark wie noch vor Kurzem: Anbieter aus der EU sehen sich
mit den wieder stabilisierten Preisen und dem gegenüber dem US-Dollar
erstarkten Euro einem starken Wettbewerb ausgesetzt.
Stabile Aussichten für September
Nachdem mittlerweile in allen Bereichen Stabilität eingekehrt ist,
dürfte der Rohstoffwert im September stabil bleiben, auch eine
weitere Befestigung sei wieder möglich, wird von ife betont. Ohnehin
habe der Wert auch im August um 1 Cent beziehungsweise drei Prozent leicht über
dem Vorjahresniveau von 32,4 Cent/kg gelegen, bedingt durch die
gegenüber 2010 erhöhten Butterpreise.
Der vom Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft
(ife) in Kiel monatlich errechnete Rohstoffwert Milch gibt
nicht den Auszahlungspreis von Milch einer bestimmten Molkerei an, da er
nur Erlöse aus Magermilchpulver und Butter zugrunde legt. Er
berücksichtigt auch keine Vertragslaufzeiten zwischen
Weiterverarbeitern, Handel und Molkereien. Der Rohstoffwert gilt aber
als Indikator für die Entwicklung des Milchmarktes.