Mittwoch, 23.05.2012
Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 5,3 % gestiegen
Wiesbaden - Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Oktober 2011 um 5,3 % höher als im Oktober 2010.
Vor allem Landbesitzer, nicht die Landwirte selbst, profitieren nach Ansicht des Professors von den Direktzahlungen.
© Mühlhausen/landpixel
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Index gegenüber dem Vormonat September 2011 um 0,2 %.
Die Preissteigerungen für Energie waren im Oktober 2011 für fast zwei Drittel der gesamten Jahresveränderungsrate verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Energiepreise um 11,4 % höher, gegenüber dem Vormonat September 2011 stiegen sie um 1,0 %. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise im Oktober 2011 um 2,8 % höher als im Oktober 2010. Gegenüber September 2011 sanken sie leicht um 0,1 %.
Mineralölerzeugnisse waren die größte Preistreiber
Mineralölerzeugnisse kosteten im Oktober 2011 insgesamt 18,7 %
mehr als im Oktober 2010. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise
um 0,7 %. Leichtes Heizöl wies mit + 33,5 % eine besonders hohe
Jahresveränderungsrate auf, gegenüber September 2011 stiegen die Preise
um 4,9 %. Auch die Preise für Dieselkraftstoff (+ 17,7 %) und
Motorenbenzin (+ 12,0 %) lagen weit über dem Vorjahresniveau. Gegenüber
dem Vormonat erhöhten sich die Preise für Dieselkraftstoff um 1,8 %,
während sie für Motorenbenzin um 1,2 % nachgaben.
Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff kostete 2,7 % mehr als im
Oktober 2010, gegenüber September 2011 fielen die Preise jedoch um 1,0
%.
Die Preise für Erdgas lagen im Oktober 2011 um 16,1 % über dem
Vorjahresstand, gegenüber September 2011 stiegen sie um 2,9 %.
Ortsgasversorgungsunternehmen, die Erdgas an Endverbraucher absetzen,
mussten 18,3 % mehr bezahlen als im Oktober 2010 (+ 2,6 % gegenüber
September 2011). Für Haushalte war Erdgas 6,5 % teurer als ein Jahr
zuvor (+ 2,1 % gegenüber September 2011).
Für elektrischen Strom waren die Preise über alle Abnehmergruppen
hinweg betrachtet 6,0 % höher als im Oktober 2010, gegenüber September
2011 sanken sie um 0,4 %. Für Sondervertragskunden kostete Strom 8,8 %
mehr als im Oktober 2010 (- 0,7 % gegenüber September 2011). Die
Strompreise für Haushalte stiegen seit Oktober 2010 um 6,6 %, blieben
aber seit August 2011 unverändert.
Vorleistungsgüter und Metalle stiegen moderat
Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht,
verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im Oktober 2011 um 3,2 %
teurer als im Oktober 2010 (- 0,7 % gegenüber September 2011). Die
Preise für chemische Grundstoffe waren um 7,3 % höher (+ 0,3 %
gegenüber September 2011). Für Gummi- und Kunststoffwaren betrug die
Jahresveränderungsrate + 4,3 % (+ 0,3 % gegenüber September 2011).
Metalle waren 1,4 % teurer als im Oktober 2010 (- 3,8 % gegenüber
September 2011). Nichteisenmetalle und deren Halbzeug kosteten 0,3 %
weniger als im Oktober 2010, ihr Preis sank jedoch allein gegenüber dem
Vormonat September um 7,6 %.
Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen von Oktober 2010 bis Oktober
2011 um 4,2 %.
Zucker machte den größten Preissprung mit 25 %
Gegenüber September 2011 erhöhten sie sich um 0,5 %.
Nahrungsmittel wurden seit Oktober 2010 um 6,3 % teurer (+ 0,7 %
gegenüber September 2011). Die höchste Jahresveränderungsrate bei den
Verbrauchsgütern wies Zucker mit + 25,2 % auf. Hier stiegen die Preise
gegenüber dem Vormonat September 2011 um 25,1 %. Süßwaren kosteten 2,2
% mehr als im Oktober 2010 (unverändert gegenüber September 2011).
Frucht- und Gemüsesäfte waren um 19,0 % teurer als ein Jahr zuvor
(unverändert gegenüber September 2011). Kaffee kostete 17,5 % mehr als
im Oktober 2010 (- 0,3 % gegenüber September 2011).
Die Preise für Gebrauchsgüter waren im Oktober 2011 um 2,0 % höher als
im Oktober 2010, für Investitionsgüter lagen die Preise 1,2 % über dem
Vorjahresstand.
pd
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