Mittwoch, 23.05.2012
EU-Schweinepreise: Talsohle dürfte erreicht sein
Berlin/Wien - Stabile und leicht schwächelnde Notierungen prägen diese Woche den EU-Schweinemarkt. In Frankreich, Dänemark und Spanien gaben die Preise um 2 bis 3 Cent nach.
Für unkastrierte Schweine, die von Besamungsebern stammen, deren Nachkommen weniger geruchsauffällig sind, gibt es ab 1. Oktober bei Tönnies einen Bonus.
© Mühlhausen/landpixel
Damit fiel die vorwöchige Minus-9-Cent-Druckwelle aus Deutschland in den anderen Ländern schwächer als erwartet aus. Dies ist auch ein Indiz dafür, dass der Markt besser läuft, als manche großen Schlachtbetriebe in Deutschland vorgeben wollen. Vion Food beispielsweise gab bekannt, in die neue Woche mit einem Hauspreis von minus 6 Cent gehen zu wollen. Vernünftigerweise ergab das deutsche Preisfindungsmodell letztendlich eine unveränderte Notierung.
Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN)
berichtet: "Das Angebot an schlachtreifen Tieren fällt in der BRD
derzeit eher unterdurchschnittlich aus und wird stetig nachgefragt.
Marktbeteiligte berichten, dass die Nachfrage der Schlachtunternehmen
derzeit das Angebot sogar übersteigt. Für die kommende Schlachtwoche
dürften daher mindestens stabile Notierungen die Folge sein", so die
ISN. Sie stellt die Frage, ob die negative Markteinschätzung einiger
großer deutscher Schlachtunternehmen in den letzten Tagen wirklich
gerechtfertigt war.
Stimmung am Schweinmarkt ist sehr gedämpft
In Österreich blieben, bedingt durch das hohe Angebot der vorletzten
Woche, vereinzelt schlachtreife Partien in den Stallungen. Die Stimmung
am Fleischmarkt lag bei mittelmäßig bis lustlos. Alles deutete auf
einen weiteren Preisdruck hin. Erst als gegen Ende der Woche die
schwachen Angebotszahlen am Tisch lagen, war klar, dass das Januarloch
die Talsohle erreicht haben dürfte. Der Mastschweine-Notierungspreis
blieb daher unverändert bei EUR 1,42 (Berechnungsbasis: EUR
1,32 je kg).
"Wenn das Januarloch tatsächlich hinter uns liegt, sollten die
Schweinepreise wieder steigen", betont Johann Schlederer von der
Österreichischen Schweinebörse.
aiz
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