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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Schwein » Aus der Wirtschaft » EU_Schweinemarkt ]
Mittwoch, 23.05.2012
Aus der Wirtschaft | 23.01.2012 Redaktion agrarheute.com

EU-Schweinemarkt: Kleineres Angebot und höhere Preise

Die Produktion von Schweinefleisch wird in der EU im laufenden Jahr etwas zurückgehen. Zu dieser Einschätzung kommt die EU-Kommission in ihrer aktuellen Marktbewertung vom 19. Januar.
Bei Schweinefleisch wird eine weltweite Nachfragesteigerung von 1,7 Prozent erwartet. © Mühlhausen/landpixel
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Bei Schweinefleisch wird eine weltweite Nachfragesteigerung von 1,7 Prozent erwartet.
© Mühlhausen/landpixel
Dabei rechnen die Fachleute in Brüssel auf Basis der aktualisierten Länderdaten für die Gesamt-EU mit einem Produktionsrückgang (Schlachtung) von etwa 1,5 Prozent oder 330.000 Tonnen Schweinefleisch bzw. zwei Prozent oder 4,94 Millionen Schweinen. Im Vergleich zur letzten Prognose der Kommission im Herbst 2011, fällt der erwartete Produktionsrückgang jetzt noch etwas stärker aus. Allerdings liegen die Produktionszahlen noch immer über den Werten des Jahres 2010.
 
Außerdem übertrifft die Schlachtung im ersten Quartal 2012 den Wert des Jahres 2011 noch um 0,7 Prozent und die vergleichbare Schlachtmenge aus 2010 sogar um 2,3 Prozent. Erst im zweiten Quartal 2012 liegt die Schlachtung dann um rund 1,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für Deutschland zeigen die Kommissionsdaten für das erste Quartal noch eine Mehrproduktion von etwa drei Prozent. Im zweiten Quartal fällt die deutsche Schlachtmenge dann etwa auf das Vorjahresniveau.

Terminmarkt erwartet höhere Preise

Die Preise für Schlachtschweine haben im Januar 2012 in der EU deutlich nachgegeben. In der zweiten Januarwoche lag der Durchschnittspreis gerade noch bei 1,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und damit knapp 10 Cent niedriger als im Dezember 2011. Allerdings hatten die Schweinepreise im ab dem dritten Quartal 2011 die ursprünglichen Erwartungen auch übertroffen. Wichtigste Ursache für die recht deutlich über den Prognosen liegenden Preise war der ausgesprochen starke Export, der die Nachfrage und die Notierungen trotz des großen Angebotes oben hielt.
 
EU-Schweinemarkt: Kleineres Angebot und höhere Preise
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EU-Schweinemarkt: Kleineres Angebot und höhere Preise
In der ersten Jahreshälfte 2011 hatte die Kommission angesichts der hohen Schlachtzahlen für das letzte Quartal 2011 zunächst nur mit Preisen um 1,44 Euro je Kilogramm gerechnet. Am Ende dürften die Erzeugerpreise in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 fast 15 Cent höher gelegen haben und für das Gesamtjahr 2012 etwa ein Niveau von 1,53 Euro je Kilogramm erreichen. Die derzeitigen Erwartungen für das Jahr 2012 sind wegen der guten Exportaussichten und des rückläufigen Angebots sogar noch besser. Abgesehen von dem saisontypisch schwachen Preisen im Januar sieht man beispielsweise am Terminmarkt derzeit im ersten Halbjahr 2012 Schweinepreise zwischen 1,60 und 1,68 Euro je Kilogramm.

Wachstum beim Export nach Asien

Die aktuellen Exportdaten der EU-Kommission zeigen von Januar bis November 2011 eine Ausfuhrmenge von 2,958 Millionen Tonnen und damit in den ersten 11 Monaten schon ein größeres Ausfuhrvolumen als im gesamten bereits sehr guten Vorjahr. Die vergleichbare Vorjahresmenge wird sogar um 20 Prozent übertroffen.
 
Ursache für den Exportboom ist der starke Zuwachs bei den Ausfuhren nach Asien. So wuchsen die Exporte nach China in den ersten 11 Monaten 2011 um 92 Prozent und die Ausfuhren nach Südkorea um 99 Prozent sowie nach Honkong um 31 Prozent. China ist jetzt nach Russland und Honkong die Nummer 3 der europäischen Exportziele und Südkorea nach Japan die Nummer 5. Kräftige zugenommen hat außerdem der Export nach Weißrussland (+ 42 Prozent), während die Ausfuhren in die Ukraine zurückgingen und nach Russland leicht (+ fünf Prozent) zunahmen.
  • Näheres zum Schweinemarkt erfahren Sie in unserer Rubrik Märkte und Preise ...  
Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
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Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
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