Land unter in Queensland und New South Wales. Regen und Überflutungen haben in Australien großen Schaden angerichtet. Es ist die zweite Flutkatastrophe innerhalb von zwei Jahren.
Tausende Hektar Acker- und Weideland stehen unter Wasser.
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In den betroffenen Gebieten wurden große Teile der Baumwollernte und weiterer Sommerkulturen zerstört. Auch Hunderte Schafe und Rinder sollen ertrunken sein. Tausende Hektar Acker- und Weideland stehen unter Wasser. Außerdem wurden Gebäude, Zäune und Teile der Infrastruktur zerstört.
Genaue Angaben sind noch nicht möglich, weil die Überflutungen im Hinterland von Brisbane noch anhalten. Allein in New South Wales werden die bisherigen Schäden aber auf 609 Millionen Euro geschätzt. Die Regierung geht davon aus, dass der Großteil auf den Verlust an Sommerkulturen entfällt.
Die besonders bedrohte
Ortschaft St. George etwa 500 Kilometer westlich von Brisbane glich
am Montag einer Geisterstadt, berichteten die wenigen
Zurückgebliebenen im Rundfunk. Zu den wenigen, die in St. George blieben, gehörte der
Parlamentsabgeordnete Barnaby Joyce. Sein Haus liegt auf einer Anhöhe
und er wollte Flüchtlinge aufnehmen, sollten die Straßen überflutet
werden. "Ich sehe Wassermassen vor meinem Fenster, die das
Hafenbecken von Sydney in zwei Tagen füllen würden", sagte er im
Rundfunk. "Es hört sich wie Meeresrauschen an, aber es ist der Fluss,
und das Wasser steht praktisch direkt an der Hintertür."
Soforthilfen aus dem Katastrophenfonds
Die föderale Regierung sagte Soforthilfen aus einem Katastrophenfonds
zu. Die Barzahlung beläuft sich in den überfluteten Verwaltungsgebieten
auf 812 Euro pro Erwachsenen und 325 Euro pro Kind. In New South Wales
stehen außerdem zinsgünstige Darlehen und Transportkostenzuschüsse zur
Verfügung. Der Präsident des australischen Bauernverbandes (NFF), Jock
Laurie, begrüßte die Unterstützung, sagte aber zugleich, es werde
deutlich mehr finanzielle Hilfe nötig sein, um einige Gemeinden und
Landwirtschaftsbetriebe wiederherzustellen.
Queensland: Bereits 2011 überflutet
Im vergangenen Jahr waren in Queensland bei den
schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten mindestens 30 Menschen
ums Leben gekommen. Tagelanger starker Regen verursachte zum
Jahreswechsel 2010/2011 in Australien schwere Überschwemmungen. Im
östlichen Australien standen im Januar große Landstriche unter
Wasser, allein im Bundesland Queensland war es zeitweise eine Fläche
so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen. Mitte Januar vergangenen
Jahres schätzten Analysten die Schäden auf 20 Milliarden Australische
Dollar (rund 15 Milliarden Euro). Nachdem die Flut an der
Nordostküste zurückgegangen war, gab es im Südosten Australiens
Überschwemmungen.