Donnerstag, 24.05.2012
Fünf Fragen an ... - Marlene Mortler
In unserer Reihe "Fünf Fragen an ..." stellen wir Ihnen wichtige Persönlichkeiten vor. Heute: Marlene Mortler, CSU-Bundestagsabgeordnete und Agrarexpertin.
Marlene Mortler, Bundestagsabgeordnete CSU.
Steckbrief
Marlene Mortler ist eine politische Seiteneinsteigerin: 1955 in Dehnberg geboren, lebt die CSU-Bundestagsabgeordnete mit ihrem Mann, Kindern und Enkeln auf dem bäuerlichen Familienbetrieb, den schon ihre Vorfahren seit Jahrhunderten bewirtschafteten. Die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft kam über ihr Engagement für die Landfrauen 2002 in die Bundespolitik. Als direkt gewählte Bundestagsabgeordnete der Landkreise Roth und Nürnberger Land ist sie heute neben Dr. Max Lehmer die einzige CSU-Agrarexpertin im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Zudem sitzt sie der Arbeitsgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Tourismus vor.
Sind Sie ein Familienmensch?
Ja, auch wenn die Arbeit mich sehr einnimmt, plane ich stets so, dass
ein Zeitfenster für die Familie bleibt und sei es auch noch so klein.
Ich brauche meine Familie: Sie erdet mich, schenkt mir Kraft. Umgekehrt
gilt
auch: Geht es einem Familienmitglied schlecht, geht es auch mir
schlecht.
Was fällt Ihnen zum Stichwort 'Tourismus im ländlichen Raum' ein?
"Lust auf Land" - unter dieser Überschrift habe ich eine Veranstaltung
in Berlin angestoßen, in die "meine" Landfrauen schon viel Herzblut
gesteckt haben. Wir wollen die Vielfalt unserer Angebote zeigen. Natur-,
Wellness-, Gesundheits-, Wander- oder Radurlaube - all das sind
wichtige touristische Trends, in denen wir punkten können. Ich will dazu
beitragen, diese Wertschöpfungs-Chancen bestmöglich zu nutzen.
Wie?
Indem ich Entscheider für das Thema sensibilisiere, bei "Lust auf Land"
ist daher im Herbst ein Kongress zum Thema geplant und indem ich
gesetzliche Weichenstellungen vorantreibe oder indem ich die
Tourismuskonzeption für den ländlichen Raum der Bundesregierung
unterstütze.
Bitte den Satz vervollständigen: Politik bedeutet für mich …
… jeden
Tag an den Schrauben drehen, um die Welt ein bisschen besser zu machen.
Wenn Sie in ihrer Freizeit kochen, was kommt dann auf den Tisch?
Ich bin ein Fan von Schätzen, die uns die Natur schenkt. Meine Heimat
ist reich mit hochwertigen Produkten gesegnet. Aus diesem Fundus schöpfe
ich.
Wenn es schnell gehen soll: Saure Zipfel mit Kartoffelbrei. Habe ich
mehr
Muße: Braten mit Klößen. Gute Rezepte sammle und tausche ich bis heute
gerne aus - so zuletzt das Siegerrezept eines Käsekuchenwettbewerbs in
Herrsching (nachlesbar auf meiner Internetseite www.marlenemortler.de
(Person/Kulinarisches))
Sie pendeln durch Ihre Arbeit ja von Franken/Bayern nach Berlin und kennen die unterschiedlichsten Menschen. Welche Charakterzüge haben denn die Franken/Bayern und welche die Berliner?
Bayern - für mich ist das "mia san mia"; wir Franken sind bescheidener: "passd scho". Den Berliner würde ich mit dem Titel einer ZDF-Sendung
bedenken: "Berlin direkt".
Angelika Sontheimer, Freie Agrarjournalistin
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