Donnerstag, 24.05.2012
System zur Bewertung von Futtermittellieferanten startet
Melle/Berlin - Die genossenschaftlichen Mischfutterhersteller gehen bei der Qualitätsprüfung ihrer Rohstoffe künftig gemeinsame Wege, indem sie die Allianz Futtermittelsicherheit Deutschland gründeten.
Mischfutter wird immer teurer. 60 Prozent der Gesamtkosten in der Mast gehen auf dessen Konto.
© Hapo/landpixel.de
Initiert wurde sie vom Deutschen Raiffeisenverband (DRV) unter Beteiligung genossenschaftlicher Mischfutterhersteller und der Regionalverbände. Ziel der Allianz ist es, ein leistungsfähiges System zur Lieferantenbewertung für Futtermittelhersteller aufzubauen und damit die Sicherheit in der Wertschöpfungskette zu optimieren, meldet das Presseprotal OTS. "Innerhalb kurzer Zeit ist es in Deutschland gelungen, Mischfutterherstellern ein effizientes Werkzeug für die gemeinsame Bewertung von Prozessen und Produkten der Lieferanten anzubieten, um noch mehr Sicherheit in der Futtermittelkette aufzubauen", betonte DRV-Präsident Manfred Nüssel.
Gemeinsame Organisation soll Synergieeffekte schaffen
Die AFS eG unterstütze damit die Umsetzung der Vorgaben
bestehender Qualitätssicherungssysteme, denen sich bislang jedes
Unternehmen einzeln stellen muss.
Durch die gemeinsame Organisation würden zahlreiche Synergieeffekte
realisiert. Eine zentrale Verwaltung von Lieferanten- und Rohstoffdaten
ermögliche allen Mitgliedern eine schnelle, umfangreiche Information zu
Herstellern und deren Produkten. Treten Qualitätsprobleme bei
Rohstoffen auf, würden ohne Zeitverzug alle betroffenen Mitglieder der
Genossenschaft informiert. Der Aufbau eines gemeinsamen Monitorings
sichere eine breite Datengrundlage der eingesetzten Produkte und erhöhe
gleichzeitig die Transparenz.
In den Niederlanden gibt es bereits ein ähnliches System
Das Konzept der AFS eG sei eng mit der niederländischen
Futtermittelwirtschaft abgestimmt und habe dort seine
Leistungsfähigkeit bereits seit 2005 erfolgreich unter Beweis gestellt.
Nach intensiven Beratungen werde nun ein eigenständiges, deutsches
Lieferantenbewertungssystem aufgebaut und damit eine tragfähige Basis
für gemeinsame Weiterentwicklungen zur Optimierung der
Futtermittelsicherheit gelegt.
Beteiligt an der Allianz seien zunächst 14 Genossenschaften. Weitere
Unternehmen hätten angekündigt, der AFS eG in Kürze beizutreten. AFS
ermögliche jedem Mischfutterunternehmen, unabhängig von der
Produktionsmenge und der Rechtsform, eine Beteiligung.
In den Vorstand der AFS eG wurden Ralf Löhden, Stader Saatzucht
eG, und Stephan Sander, Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft eG
Damme, gewählt. Als Aufsichtsräte bestimmten die Gründungsmitglieder
Karl-Heinz Eikenhorst, Raiffeisen Lübbecker Land AG, Norbert
Hunkemöller, Raiffeisen-Warendorf eG, und Bernhard Mährlein, Raiffeisen
Bezugs- und Absatzgenossenschaft Badbergen-Dinklage eG.
pd
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