Donnerstag, 24.05.2012
Standard für gentechnikfreie Eier entwickelt
Berlin/Bonn - Die deutsche Eierwirtschaft hat einen Anforderungskatalog erarbeitet, der die Transparenz des Marktsegments "ohne Gentechnik" erhöhen soll.
Die genaue Zahl der mit PCB belasteten Eier steht bislang nicht fest, mehrere Bundesländer suchen nach der Ursache für die Verunreinigung.
© Andreas Morlok/aboutpixel.de
Die deutsche Eierwirtschaft will die Transparenz in ihrem Marktsegment "ohne Gentechnik" erhöhen und hat dazu gemeinsam mit der Futtermittelwirtschaft einen Anforderungskatalog erarbeitet, in dem Richtlinien zum Einsatz von sogenanntem "Non-gv-Futter" in der gentechnikfreien Eiererzeugung zusammengefasst sind. Das haben der Bundesverband Deutsches Ei (BDE), der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) in der vergangenen Woche mitgeteilt.
Leitfaden als verlässlicher Bezugsrahmen
Im Leitfaden festgehalten sind unter anderem Anforderungen an Futter und Futtermittelhersteller, etwa in Bezug auf die Rückverfolgbarkeit, Eingangs- und Ausgangskontrollen sowie Qualitätsmanagement. Daneben geht es um die Organisation und Umsetzung der Anforderungen, zum Beispiel Probenahmen und Analysemethoden. Schließlich regelt der Katalog die Vorgehensweise bei nicht konformen Ergebnissen. "Mit diesem Leitfaden schaffen wir erstmals einen Standard, der allen Beteiligten in der Erzeugungs- und Vermarktungskette als verlässlicher Bezugsrahmen dienen kann", erklärte ZDG-Vizepräsident und BDE-Vorsitzender Dr. Bernd Diekmann .
DVT-Geschäftsführer Bernhard Krüsken zeigte sich von einem "Mehrwert durch Standardisierung und Transparenz für Verbraucher und Handel" überzeugt. Die Nachfrage nach gentechnikfreiem Legehennenfutter wachse. Hier wolle die Futtermittelwirtschaft klare Regelungen schaffen.
AgE
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