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„Das Land muss die Möglichkeit haben, über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu entscheiden“, sagte Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein in einem Interview mit dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt zum Vorstoß, dass über den Anbau von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen die Regionen entscheiden sollen. Ob sich dieses Vorhaben auf europäischer Ebene durchsetzen lässt, müsse sich zeigen, meinte Beckstein und plädierte dafür, die Entscheidungskompetenz den Ländern zu übertragen. Sollte dies möglich sein, geht er davon aus, dass in Deutschland etliche Bundesländer den Anbau zulassen werden.
Für Bayern gelte aber: Sicherheitsforschung ja, kommerzieller Anbau nein. Er forderte Landesgesetze für diese Angelegenheit und wies darauf hin, dass in Bayern der Großteil der Bauern keinen kommerziellen Anbau von GVO wolle. „Heute ist meine Abwägung, dass ich keine Notwendigkeit und keinen zwingenden Sinn hinter dem gentechnisch veränderten Anbau sehe. Wenn in zehn Jahren die Situation eine andere ist, wird man auch andere Entscheidungen treffen müssen.“ In Bayern findet aber bereits – völlig legal – GVO-Anbau statt. Diesen Bauern will Beckstein dann, sollte er die Möglichkeit erhalten, den GVO-Anbau verbieten. Wörtlich sagte er: „Wenn EU-rechtlich zugelassen wird, gentechnik-anbaufreie Bereiche vorzusehen, dann wird dort GVO-Anbau nicht mehr möglich sein.“ Das gesamte Beckstein-Interview lesen Sie in der kommenden Ausgabe 33 des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatts. (Petra Seitz/Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt)

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