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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Leben » Dorf und Familie » Getreidefelder ]
Donnerstag, 24.05.2012
Dorf und Familie | 01.07.2011 Redaktion agrarheute.com

Die Getreideernte steht an – Zwei Landwirte zeigen ihre Felder

München - Mitte April gewährten uns zwei bayerische Landwirte einen Blick auf ihre Äcker. Inzwischen hat sich dort einiges verändert.
Landwirt Josef Wörl ist mit der Entwicklung seiner Sommergerste zufrieden.© Julia Zwingmann
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Landwirt Josef Wörl ist mit der Entwicklung seiner Sommergerste zufrieden.
© Julia Zwingmann
Zweieinhalb Monate sind seit dem letzten Besuch bei Landwirt Josef Wörl in Galgen im Landkreis Fürstenfeldbruck vergangen. "Es hat sich viel getan bei mir auf dem Acker", sagt der Bauer mit einem Lächeln, während er vor seinem Sommergerstefeld steht. Die Veränderung zum April ist deutlich zu erkennen: Wo vor einigen Wochen kaum etwas zu sehen war, ist jetzt alles dicht bewachsen.
Wegen starken Regenschauern in der vergangenen Nacht befinden sich einige Teile des Gersteanbaus im Lager. Das erschwere die Ernte ein wenig, sei aber nicht weiter schlimm, sagt Bauer Wörl.

Enorme Hagelschäden in Esting

"Dafür hat die Trockenheit der letzten Zeit für uns zum Glück kein Problem dargestellt. Und auch vom Hagel sind wir verschont geblieben", so der Landwirt weiter. Pfingsten hatte es in anderen Teilen des Landkreises so stark gehagelt, dass einige Landwirte großen Schaden davon genommen haben.
Bio-Bauer Andreas Hatzl aus Esting hatte besonders großes Pech. Im April war er einer der beiden Landwirte, die uns ihr Feld gezeigt haben. Gerade ist er auf einer Exkursion zum Thema Kartoffeln in Schweden. Seine Frau Dorothea erklärt am Telefon, dass 50 Prozent der Kartoffelflächen vom Hagel schwer getroffen worden seien.

Ungebetene Feldbesucher: Getreidehähnchen und Wildschweine

Aber zurück zu Josef Wörl nach Galgen! Der Winterweizen auf seinem Feld hat bereits das Endstadium erreicht und kann im August geerntet werden. "Gegen Getreidehähnchen und Pilze musste ich spritzen, aber sonst ist alles gut verlaufen", fasst der Landwirt zusammen und fügt hinzu: "Ach ja, ein paar ungebetene Besucher hatten wir noch - Wildschweine!" Im Vorjahr hatte Wörl auf seinem jetzigen Weizenfeld Mais angebaut. "Da müssen noch vereinzelte Kolben in der Erde gewesen sein. Das riechen die Tiere und graben danach. Und auf meinem Zuckerrübenfeld haben sie mir gleich ein paar Quadratmeter Rüben weggefressen". Aber der Landwirt nimmt’s gelassen. Ansonsten kann er schließlich zufrieden sein.

Familie Dinkel - von 'ganz normalen' Landwirten zu Nudelproduzenten

Auch bei Thomas Dinkel aus dem Nachbarort Malching läuft bis jetzt im Großen und Ganzen alles planmäßig auf seinen Feldern. Er führt einen dreigeteilten Betrieb: 45 Hektar Acker und 8.000 Legehennen, die gentechnikfrei gefüttert werden, gehören zu seinem Hof. Das größte Standbein hat sich seine Familie jedoch durch die Nudelproduktion aufgebaut. "Das war Mitte der 80er Jahre eine spontane Idee von meiner Mutter", erklärt der Landwirt. Der Vater sei erst mal skeptisch gewesen, doch es sei ein voller Erfolg geworden. "Die Nachfrage war von Anfang an hoch", freut sich der zweifache Familienvater. Neben ihm und seiner Frau Sabine arbeiten heute ein Festangestellter und fünf Teilzeitkräfte auf dem Hof.

Gute Ernte in Aussicht

Auf seinen Äckern wachsen Sojabohnen, Körnermais, Gerste und Weizen. Die Wintergerste ist schon reif und könnte geerntet werden. Aber auch in Malching hat es die Nacht zuvor stark geregnet. Das zögert die Ernte hinaus.
Besonders stolz ist Thomas Dinkel auf sein Hartweizenfeld. Was ist das Besondere an diesem Getreide? "Das wächst normal eher in trockeneren Gebieten. Italien zum Beispiel", erklärt er. Der Landwirt rechnet und kommt auf das Ergebnis, dass aus den vier Hektar Hartweizen 36.000 Pfund-Päckchen Nudeln gemacht werden können. Eine beachtliche Menge, die aber nur einen kleinen Teil seiner Jahresproduktion ausmacht.
Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass vereinzelte Ähren ein wenig krank aussehen. Das nimmt Thomas Dinkel aber in Kauf. Vom Spritzen hält er nicht sehr viel. "Ich halte mich mit den Fungiziden lieber zurück", sagt er.
Rundum zufrieden ist er dafür mit seinem Roggenfeld. "Wenn jetzt nichts Unvorhergesehenes passiert, dann wird das dieses Jahr eine sehr gute Ernte", freut sich der Landwirt.   
jz
Die Getreideernte steht an – Zwei Landwirte zeigen ihre Felder (01.07.2011)
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Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion DLZ Über die Schwelle, fertig, los! Pilze verursachen teils erhebliche Ertragsverluste. Sind Befallsschwellen überschritten, ist schnell zu handeln. Dabei reichen günstige Azole oft aus, wie Versuche aus Niedersachsen zeigen.
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Keywords Andreas Hatzl | Dorf und Familie | Dorfleben | Getreide | Getreideanbau | Getreideernte | Josef Wörl | Leben | Nudelproduktion | Thomas Dinkel
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