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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Wirtschaft » Getreideterminmaerkte ]
Donnerstag, 24.05.2012
Wirtschaft | 17.03.2011 Redaktion agrarheute.com

Getreide-Terminmärkte: Hysterie löst Bocksprünge aus

Die durch die Erdbeben- und folgende Atomkatastrophe in Japan ausgelöste Hysterie an den internationalen Warenterminbörsen für Agrarrohstoffe wirbelt die Notierungen durcheinander.
Der Raiffeisenverband nahm in seiner jüngsten Präsidiumssitzung ausführlich Stellung zur geplanten GAP.© Martin Kolb/pixelio
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Der Raiffeisenverband nahm in seiner jüngsten Präsidiumssitzung ausführlich Stellung zur geplanten GAP.
© Martin Kolb/pixelio
Massive Liquidierungen der von Fonds gehaltenen Positionen prägten das Bild einer Angst von Investoren. Diese befürchteten nach der Natur- und Reaktorkatastrophe erhebliche Auswirkungen auf die globale Konjunkturentwicklung. Viele flüchten deshalb in "sichere Häfen" und ziehen Kapital aus den Agrarmärkten ab.

Investoren streifen Gewinne ein

Nachdem die Terminnotierungen von Agrarrohstoffen dadurch am Montag und Dienstag dieser Woche ins Bodenlose gestürzt waren, ging am Mittwoch die Post dagegen wieder nach oben ab. Es hieß, die Investoren hätten sich angesichts der fundamental nicht rechtfertigbaren Tiefpreise auf  "Schnäppchen-Jagd" begeben und jene Verkäufer, die den Markt zuletzt von einer Long- in eine Short-Position ausverkauften, streiften nun ihre Gewinne ein.

Terminmärkte für Agrarrohstoffe folgen Aktien- und Rohölmärkten

Die Terminmärkte für Agrarrohstoffe scheinen mit diesen Bocksprüngen das Auf und Ab an den Aktien- und Rohölmärkten unreflektiert nachzuvollziehen. An der Euronext in Paris verlor der europäische Weizenfutures für den vordersten Liefertermin, Mai 2011, am Dienstag 6,3 Prozent oder 13,75 Euro pro Tonne (EUR pro t) auf einen Schlusskurs von EUR 203,- pro t bei einem äußerst großen Handelsvolumen von umgerechnet 2,1 Millionen Tonnen.
Der für die neue Ernte 2011 maßgebliche November-Weizenfutures schloss mit EUR 12,- pro t im Minus bei EUR 187,75 pro t. Am Mittwoch holte der Weizen an der Euronext im Vormittagshandel seine Verluste der Vortage wieder um bis zu 5,5 Prozent oder EUR 9,25 pro t auf.
Ähnlich erging es den Mais- und Rapsfutures an der europäischen Leitbörse in Paris. Ähnlich wild auf und ab ging es auch an der US-Leitbörse CBOT in Chicago und am New Yorker Rohzuckermarkt. Sojabohnen und Mais stürzten am Dienstag in Chicago ins Limit-Down, also in den größtmöglichen Kursverlust an einem Handelstag. Weizen schrammte knapp am Limit-Down vorbei, ehe am Mittwoch der vorbörsliche elektronische Handel ebenso kometenhafte Anstiege der Notierungen vorwegzunehmen schien.

Sinkende Preise stimulieren Nachfrage am physischen Markt

Weiters heißt es, dass die gesunkenen Preise nun auch frische Nachfrage auf den physischen Märkten stimulierten und die Käufer wieder von den Seitenoutlinien aufs Spielfeld lockten. So folgte Tunesien mit einer Ausschreibung für 25.000 Tonnen Weizenimport einem jordanischen Tender auf den Fersen und soll die Türkei am Montag bei deutschem Weizen zugeschlagen haben. 
aiz
Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion Joule Unsicheres sicherer machen
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Keywords Aktienkurs | Cbot | Chicago | Eurex | Getreidemarkt | Getreidepreise | Maisfutures | Paris | Rapsfutures | Rapspreise | Terminmärkte | Warenterminbörsen | Weizenfutures
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