An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (GlobalDairyTrade) haben sich die Auktionspreise weiter erholt.
Jahreshauptversammlung der ARGE Heumilch.
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Nachdem die Preise bereits bei der letzten Auktion (Mitte November) um 2,6 Prozent (%) zulegten, brachte die Handelsrunde vom 6. Dezember einen weiteren Preisanstieg von 2,6 %. Allerdings waren die Milchproduktenpreise zuvor von Juni bis Oktober ununterbrochen gefallen und lagen Anfang November rund 25 % unter der ihrer letzten Preisspitze vom März.
Internationaler Milchmarkt: Auktionspreise legen erneut zu
Auch jetzt ist das durchschnittliche Preisniveau noch 22 % niedriger als
im März dieses Jahres. Gleichwohl hatten die wichtigsten Indikatoren zu
diesem Zeitpunkt keinen Preisanstieg oder Konsolidierung der Preise
erwarten lassen. Vielmehr war vor dem Hintergrund der deutlich ins
Stocken geratenen Exportnachfrage und vor allem auch wegen des weltweit
kräftig gewachsenen Angebots eine weitere Preiskorrektur wahrscheinlich.
Allerdings hatten sich die Exportpreise an den globalen Spotmärkten
bereits Mitte November konsolidiert, nachdem sie zuvor ähnlich stark
nach unten gerutscht waren wie die Auktionspreise. Insbesondere die
Spotmarktpreise für ozeanische Milchprodukte hatten ihr Niveau zuletzt
behauptet oder waren wie jetzt die Auktionspreise leicht gestiegen.
Preise bei allen Milchprodukten erholt
Den stärksten Anstieg der Auktionspreise war bei Buttermilchpulver
(+14,4 %) und bei wasserfreiem Milchfett (AMF) zu beobachten. Auch
die Preise für Käse (Cheddar) konnten sich nach den kräftigen Abschlägen
der letzten Auktionen diesmal um 2,1 % zulegen. Die als wichtiger
Indikator für die chinesische Nachfrage geltende Preisentwicklung bei
Vollmilchpulver, war mit + 2 % ebenfalls positiv. Magermilchpulver
wurde 2,6 % über dem Preis der letzten Auktion gehandelt und Kasein
verteuerte sich um 2 %.
In den USA konnten sich die Preise für Milch
und Milchprodukte zuletzt ebenfalls konsolidieren, nachdem die
Rohmilchpreise von August bis November zunächst um 15 % gefallen
waren. Gleichwohl erwartet man am US-Terminmarkt derzeit bis zum
Frühjahr 2012 einen weiteren Rückgang der Milchpreise von etwa zehn Prozent. In
Europa haben sich sowohl die Großhandelspreise als auch die
Erzeugerpreise bis in den November hinein auf überraschend stabilem
Niveau gehalten. Angesicht der weltweit deutlich über dem Vorjahr
liegenden Produktionsmengen in Europa, Ozeanien, den USA und
Argentinien, kommt die derzeitige Preisstabilisierung an den
internationalen Märkten doch relativ überraschend.
Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv