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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Getreide » USA ]
Donnerstag, 24.05.2012
Getreide | 09.08.2007

Globale Nachfrage nach Weizen steigt

Die Notierungen an den Getreidemärkten in den Vereinigten Staaten sind der Impulsgeber für die internationale Marktentwicklung. Im vergangenen Jahr exportierten die USA zwar nur 25 Mio. Tonnen (t) waren aber trotzdem der weltgrößte Weizenexporteur. In diesem Jahr rechnet das US-Agrarressort beim Weizen mit einer deutlich höheren Produktion als 2006.

© Agrarfoto
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© Agrarfoto

Die amerikanische Ernte wird derzeit auf 58,2 Mio. t geschätzt, das Vorjahresergebnis würde damit um 8,9 Mio. t übertroffen. Im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2006/07 erwarten die Experten für Weizen daher eine deutliche Steigerung der US-Exporte. Gestützt werden diese Prognosen auch durch Meldungen über eher enttäuschende Weizenerträge in Europa. Das Washingtoner Landwirtschaftsministerium veranschlagt die Weizenexporte des eigenen Landes im Wirtschaftsjahr 2007/08 mittlerweile auf 28,5 Mio. t und damit um 3,5 Mio. t höher als 2006/07.

Weltweit dürfte jedoch gemäß der Vorhersage der US-Marktexperten deutlich weniger Weizen auf der internationalen Ebene gehandelt werden: Mit 107,0 Mio. t liegt die Juli-Prognose für den Weltweizenhandel in der Saison 2007/08 um 4,3 Mio. t beziehungsweise vier Prozent unter der für 2006/07 geschätzten Menge. Das US-Agrarministerium geht weiter davon aus, dass die zweit- und drittgrößten Weizenexporteure, nämlich Kanada und die Europäische Union, deutlich weniger Weizen anbieten werden. So sollen die kanadischen Weizenausfuhren gegenüber der Kampagne 2006/07, in der 19,2 Mio. t Weizen exportiert wurden, auf 15 Mio. t zurückgehen. Die Exporte der erweiterten EU werden voraussichtlich von 13,5 Mio. t auf 12 Mio. t sinken. Für die Gemeinschaft wäre das die niedrigste Ausfuhrmenge seit 2003/04. Damals waren in den Ländern der heutigen EU-27 aufgrund von Trockenheit nur 110,6 Mio. t Weizen geerntet worden, während es in diesem Jahr gemäß der jüngsten US-Schätzung 126,6 Mio. t werden sollen.

In Folge der hohen Preise rechnen die US-Fachleute zwar mit einer Abnahme des Weizen-verbrauchs in der EU um 3,2 Mio. t auf 122,5 Mio. t, um die Exporterwartung zu erfüllen, müsste jedoch erneut ein Rückgriff auf die Bestände erfolgen. Erwartet wird, dass die Wei-zenbestände in der Europäischen Union um weitere 1,9 Mio. t auf 12,6 Mio. t abnehmen. Auch weltweit betrachtet geht das US-Agrarressort mit Blick auf die Kampagne 2007/08 von einem weiteren Abbau der Weizenbestände aus. Für die Saison 2007/08 rechnen die Washingtoner Fachleute trotz der sehr hohen Preise mit einem weiteren Anstieg der globalen Weizennachfrage um etwa 2 Mio. t auf rund 620 Mio. t. (lpd)

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