Donnerstag, 24.05.2012
GLS Bank: Vorreiterin im nachhaltigen Bankgeschäft
München - Die GLS Bank zeichnet sich durch Bankgeschäfte aus, die menschlich, zukunftsweisend und ökonomisch sind. Sie blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück.
Christof Lützel, Pressesprecher der GLS Bank und Carsten Schmitz, Filialleiter der GLS Bank München beim Pressegespräch.
© Martin
Für die GLS Bank, die erste sozial-ökologische Universalbank der Welt, war 2011 ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr. "Mit zielgerichteten sozial-ökologischen Investitionen und einer umfassenden Transparenz bieten wir unseren Kunden sinnvolle und innovative Bankdienstleistungen, die menschlich, zukunftsweisend und ökonomisch sind", sagte Christof Lützel, Pressesprecher der GLS Bank, anlässlich des Pressegesprächs, das gestern in München stattfand.
Positiver Trend setzt sich fort
Die Bilanzsumme der Bank betrug zum Jahresabschluss 2,26 Milliarden Euro und schließt so mit einem Plus von 22,5 Prozent an die erfolgreichen vergangenen Jahre an. Um dem weiter gewachsenen Kundenzuspruch gerecht zu werden, schuf die Bank im vergangenen Jahr 84 neue Arbeitsplätze. Derzeit beschäftigt sie deutschlandweit 407 Menschen, die meisten davon in der Zentrale in Bochum. Weitere Filialen stehen in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, München und Stuttgart. Über 25.000 Menschen entschieden sich im letzten Jahr neu für die GLS Bank. Derzeit zählt sie über 116.000 Kunden, ein Zuwachs von knapp 27,5 Prozent. Ihre Kundeneinlagen wuchsen um 22,9 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro.
Kunden entscheiden mit
Das besondere an der GLS Bank ist der Transparenz- und Mitentscheidungsgedanke. "Jede neue Kreditvergabe wird in unserem Bankspiegel öffentlich gemacht und darüber hinaus können die Kunden selber entscheiden in welche Projekte ihr Geld fließt", erklärte Lützel. Durch die neu angelegten Gelder konnten 2011 rund 17.500 Kredite an sinn-stiftende Unternehmen und Projekte in den Bereichen Ökologie, Soziales und Wohnen in einer Höhe von knapp 500 Millionen Euro vergeben werden. Der Hauptwunsch der Kunden sind Investitionen in regenerative Energien, die einen Anteil von 22,6 Prozent ausmachen. So wurde zum Beispiel ein Kredit für eine Solardachanlage auf einem Usedomer Biobauernhof in Höhe von 4,8 Millionen vergeben. Darüber hinaus fließen Investitionen beispielsweise in die Ökologische Landwirtschaft und in die Biobranche. "Viele Kunden haben jedoch keine Präferenz bei den Investitionen, was uns eine gewisse Flexibilität gewährt", sagte Christof Lützel
Eigenkapital: Einführung der Dividende
Die neuen gesetzlichen Anforderungen („Basel III“) an Höhe und Ausgestaltung des Eigenkapitals der Banken betreffen auch die GLS Bank Um die Basis des Eigenkapitals ihrer Bank zu verbreitern, beschlossen die Mitglieder auf einer gut besuchten Generalversammlung mit 94 Prozent eine entsprechende Satzungsänderung: Die bisher dividendenfreien Genossenschaftsanteile werden zukünftig mit einer Dividende von voraussichtlich zwei bis vier Prozent ausgestattet. So nehmen die Mitglieder am Gewinn teil und stärken zugleich die Bank. Allein im Monat Dezember erhöhten daraufhin über 2.000 Mitglieder ihre Anteile. Insgesamt stieg das Genossenschaftskapital der GLS Bank 2011 um 46,7 Prozent. Auf Wunsch können Mitglieder ihre Geschäftsanteile samt der Dividende auch an die neu gegründete gemeinnützige GLS Bank Stiftung übertragen. Das Gesamtvolumen der Einrichtung beträgt derzeit über 1,6 Millionen Euro.
vm
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