• nachrichten
  • themen
  • mediathek
  • community
  • WETTER

  • MÄRKTE & PREISE

  • BRANCHENBUCH

  • APPS

  • SHOP

  • WEITERE
    • Termine

    • Lexikon

    • Jobportal

    • Unternehmensporträt

    • Prospekt-Center

    • dlv-Agrarmedien

    • Mediadaten

agrarheute Home
nachrichten
Bitte warten
  • Suche
  • Quickfinder
  • Login
  • Registrieren
  • Newsletter
Bitte anmelden.
Bitte richten Sie Ihr Benutzerkonto unten stehend ein.
Wählen Sie bitte unten stehend aus unserem Newsletterangebot.

Für die eingegebene Quickfinder Nummer konnte kein Ergebnis gefunden werden.

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.

Der Suchbegriff sollte mindestens 3 Zeichen beinhalten.

Sie wurden erfolgreich abgemeldet.

Bitte füllen Sie alle Felder aus.



Passwort vergessen


Falls Sie noch nicht für agrarheute.com registriert sind klicken Sie hier.

  • Home

  • Politik

    • Politik national

    • Politik EU

    • Politik international

  • Wirtschaft

  • Betriebsführung

  • Landtechnik

  • Pflanze

  • Rind

  • Schwein

  • Geflügel

  • Energie

  • Bio

  • Umwelt

  • Leben

  • Specials

[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Politik » Politik national » Glyphosat ]
Donnerstag, 24.05.2012
Politik national | 18.10.2011 Redaktion agrarheute.com

Bundesregierung wägt in Sachen Glyphosat ab

Berlin - Die Bundesregierung sieht durch das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat keine Gefahren für Missbildungen beim Menschen, hat aber nachteilige Auswirkungen auf die Bodengesundheit im Blick.
Glyphosat wird seit über 30 Jahren weltweit zur Unkrautbekämpfung eingesetzt.© Mühlhausen/landpixel
Bild vergrößern
Glyphosat wird seit über 30 Jahren weltweit zur Unkrautbekämpfung eingesetzt.
© Mühlhausen/landpixel
Die Bundesregierung sieht durch das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat keine Gefahren für Missbildungen beim Menschen, hat aber mögliche nachteilige Auswirkungen auf die Bodengesundheit im Blick.
 
Unter Berücksichtigung aller vorliegenden Daten sei anzunehmen, dass der Wirkstoff Glyphosat keine für den Menschen relevanten entwicklungsschädigenden Eigenschaften besitze, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Dabei beruft sich die Regierung auf EU-Bewertungsverfahren und Erkenntnisse aus den USA sowie auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Problematische Beistoffe

Im Rahmen des geplanten erneuten EU-Bewertungsverfahrens für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe würden alle verfügbaren toxikologischen Studien berücksichtigt. Die Regierung unterscheidet indes zwischen dem Wirkstoff selbst und den sogenannten Beistoffen. Während der Wirkstoff Glyphosat nach allen vorliegenden Daten nicht als mutagen anzusehen sei, seien für einige glyphosathaltige Formulierungen in verschiedenen In-vitro-Testsystemen DNA-Schädigungen, vermutlich aufgrund einer zytotoxischen Wirkung der verwendeten Beistoffe, nachgewiesen worden. "Diese Studien zeigen, dass Beistoffe in den geprüften glyphosathaltigen Formulierungen bestimmte toxische Wirkungen auslösen können, die der Wirkstoff selbst nicht hervorgerufen hat", heißt es in der Antwort der Bundesregierung.

Absatzmenge auf 5.000 Tonnen pro Jahr beziffert

Der Glyphosatabsatz ist langfristig gesehen stark gestiegen. Laut Angaben der Bundesregierung hatte er 1993 einen Anteil von 8 Prozent an der gesamten Herbizidmenge. Im vergangenen Jahr waren es 30 Prozent. Die Absatzmenge verfünffachte sich im gleichen Zeitraum auf 5.000 Tonnen Glyphosat im Jahr 2010. Für die intensive Nutzung von glyphosathaltigen Herbiziden macht die Regierung sowohl langfristige Faktoren wie den starken Anstieg der Mais- und Rapsflächen wie auch bestimmte kurzfristige Trends, so das Beackern ehemaliger Stilllegungsflächen, verantwortlich. Als weiterer Faktor wird ein Trend zu pflugloser Bodenbearbeitung gesehen. Gleichzeitig neigen sich die Zulassungen für den Breitband-Unkrautbekämpfer dem Ende zu. In der Europäischen Union sind die Anbieter von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Glyphosat gefordert, bis 31. Mai 2012 die erneute Zulassung ihrer Unkrautvertilger einzuleiten. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Unterlagen bei den deutschen Behörden nämlich eingereicht werden, auch wenn die Wirkstoffzulassung laut einer EU-Richtlinie bis Ende 2015 gilt. Deutschland kommt eine Schlüsselrolle zu, denn es hat die Federführung in dem Fall.

Negative Auswirkungen

Mit Blick auf Wurzelgesundheit und Anfälligkeit von Nutzpflanzen gegenüber Krankheiten gibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage zu bedenken, neuere Forschungsergebnisse wiesen auf negative Auswirkungen von Glyphosatanwendungen hin. So werde über die Schädigung von Zitrusbäumen, vermehrtes Aufkommen von Schadpilzen, Schadeinwirkungen auf das Wurzelsystem und höheren Düngereinsatz zum Beispiel durch die Bindung von Mangan beim Einsatz von Glyphosat berichtet. Mycorrhizapilze im Boden könnten durch Glyphosat beeinflusst werden. Allerdings seien die Ergebnisse in der Literatur teilweise widersprüchlich. Glyphosat könne die Ansammlung von Knöllchenbakterien behindern. Das Wurzelsystem könne dadurch insgesamt negativ beeinflusst werden. "Insgesamt unterstreichen die neueren Forschungsergebnisse, dass unter bestimmten Randbedingungen negative Auswirkungen durch Glyphosatanwendung auftreten können. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der Zunahme von Glyphosatanwendungen zu berücksichtigen", schreibt die Regierung.

Kein Anlass für neue Grenzwerte

Bezüglich des Gewässerschutzes weist die Regierung darauf hin, dass aufgrund neuer Erkenntnisse zum Verhalten von Glyphosat bei der Uferfiltration aus Oberflächengewässern ins Grundwasser seit 2009 zusätzliche Anwendungsbestimmungen gelten. Da sich die zum Teil seit vielen Jahren festgesetzten Rückstandshöchstgehalte für den Wirkstoff Glyphosat bislang aus Sicht der zuständigen Bewertungsbehörden als sicher erwiesen hätten und sich keine neue Datenlage ergeben habe, bestehe derzeit kein Anlass, die bestehenden Werte zu ändern. Seit 2003 wurden den Angaben zufolge 1 230 Proben verschiedenster pflanzlicher Lebensmittel auf Glyphosat getestet. In 27 Proben wurden quantifizierbare Glyphosatgehalte gefunden, in keinem Fall der Grenzwert überschritten.

Grüne: Regierung ignoriert alarmierende Studienergebnisse

"Die Antwort auf unsere Kleine Anfrage zeigt einmal mehr, dass die Bundesregierung das Vorsorgeprinzip bei Glyphosat und Tallowaminen in eklatanter Weise vernachlässigt", kritisiert Harald Ebner, Sprecher für Agro-Gentechnik der Grünen, die Antwort der Bundesregierung. Sie weigere sich offensichtlich vorsätzlich, sich mit den alarmierenden Ergebnissen der vorliegenden Studien auseinanderzusetzen, die die Gefahren dieser Hauptinhaltsstoffe des weltweit am meisten eingesetzten Pestizids Roundup der Firma Monsanto belegen. Prof. Andrés Carrascos Experimente seien weder unrealistisch noch fachlich fragwürdig:
 
"Die dabei verwendeten Glyphosatkonzentrationen waren - anders als immer wieder behauptet - sehr gering. Morphologie und physiologische Prozesse sind bei frühen Entwicklungsstadien von Frosch und Mensch nahezu identisch, deshalb sind Froschembryonen ein etabliertes Tiermodell in der medizinischen Embryologie. ... Dass Glyphosat äußerst schädlich für Wasserlebewesen ist, ist ohnehin längst bekannt. Carrascos Studien auf diesen Aspekt zu reduzieren, ist falsch und gezielte Verharmlosung. In einer dänischen Studie von 2008 wurde nachgewiesen, dass Glyphosat - anders als in der Antwort auf unsere Kleine Anfrage behauptet wird - tatsächlich zu etwa 15 Prozent die menschliche Plazentaschranke überwindet und so direkt auf den Embryo wirken kann."
 
Die Bundesregierung bestätige, dass ihr keine Daten zu Glyphosatrückständen auf Importfuttermitteln vorliegen - und indirekt auch, dass sie keinerlei Interesse hat, an entsprechende Daten heranzukommen. Für die auch von der Regierung als toxikologisch kritisch bewerteten Tallowamine gebe es nicht einmal ein Nachweisverfahren. "Wir fordern eine sofortige Aussetzung der Zulassung aller Pestizide, die Glyphosat und Tallowamine enthalten und eine umfassende Neubewertung dieser Stoffe. Außerdem müssen wir eine Möglichkeit finden, stark mit Glyphosat belastete Importfuttermittel zu identifizieren und aus dem Verkehr zu ziehen. Da der Import größtenteils über den Hafen Rotterdam läuft, muss das auf EU-Ebene geschehen."
AgE/pd
Lesen Sie hierzu auch
  • Allgemeines Glyphosat weiter zugelassen
  • Umwelt Bienensterben durch Verkettung ungünstiger Faktoren
  • Politik national Intelligentes System soll Pflanzenschutz verbessern
Um ein Kommentar zu schreiben müssen Sie sich einloggen.
Beitrag Empfehlen Drucken Kommentieren
« zurück Probeabo
Social Media



Lesen Sie und diskutieren Sie mit, was die Landwirtschaft bewegt.
Keywords Beistoffe | Bodengesundheit | Breitband | Bundesregierung | Glyphosat | Knöllchenbakterien | Pflanzenschutzmittel | Unkraut | Unkrautbekämpfungsmittel | Weltgesundheitsorganisation
Daten des Empfängers
Ihre Angaben
Ihr Kommentar: *
Wichtiger Hinweis:

Ihre Angaben werden von uns elektronisch gespeichert und nur für den Artikelversand verwendet.
Mit der Bestätigung des Sendebuttons willigen Sie in die Speicherung Ihrer Daten ein.

Wetter
Nord Süd
heute 20°C 14°C   24°C 17°C
morgen 20°C 13°C   21°C 13°C
über-
morgen
21°C 16°C   20°C 12°C
Alle Angaben ohne Gewähr
Alle Wetterdaten: mit 6-Tage-Vorschau
AGRITECHNICA EXKLUSIV-VIDEOS
New Holland: Wasserstoff-Traktor geht in die Praxis
Mercedes Zetros: 330 PS für die Agrologistik
Claas Agrosystems: Mit TONI Daten von Arbeitsmaschinen erfassen
Case IH/Steyr: Besuchermagnet mit 45 bis 670 PS
strube Saatzucht: 130 Jahre Familientradition

Weitere Exklusiv-Videos in der Mediathek
Bild des Tages
Bild des Tages Alle Bilder ansehen
Märkte & Preise
dlz-Agrarmagazin
  • Pflanzen
  • Rinder
  • Schweine
  • Futtermittel
Raps 459,75 Euro/t zur dlz-Prognose
Weizen 212,75 Euro/t zur dlz-Prognose
Mais 208,50 Euro/t zur dlz-Prognose
Kartoffeln 5,20 Euro/dt zur dlz-Prognose
Braugerste 228,00 Euro/t zur dlz-Prognose
Jungbullen U3 3,79 €/kg  zur dlz-Prognose
Kühe R3 3,37 €/kg  zur dlz-Prognose
Milch 32,00 Cent/kg zur dlz-Prognose
Ferkel NS 56,50 €/St.  zur dlz-Prognose
Schweine 56% 1,68 €/kg  zur dlz-Prognose
Sojaschrot 389,00 €/t  zur dlz-Prognose
Rapsschrot 0,00 €/t  zur dlz-Prognose
Ausführliche Übersicht:
Alle Marktdaten
Alle dlz-Prognosen
Unternehmensporträt
Die Microsites mit allen Informationen zu: Zur Übersicht der teilnehmenden Unternehmen.
AGRARNACHRICHTEN-TICKER
Energiewende: Merkel will Erfolg
REDcert: EU-Kommission schlägt Anerkennung vor
Australiens Milchwirtschaft: Wachstum schwächt sich ab
Neue "Klassiker" von Pöttinger
Ährenbehandlung im Roggen
LANDECHT.DE
Traktoren 2012

Die umfangreichste landtechnische Datensammlung im deutschsprachigen Raum mit über 800 Traktortypen.

Termine ab morgen
25. Mai 2012
Zuchtschweineauktion
25. Mai 2012
Ausbildung zum Geprüften Klauenpfleger/ zur Geprüften Klauenpflegerin, B, Modul III
25. Mai 2012
Naturfloristik - Alles im grünen Bereich
25. Mai 2012
Energieplaner

Alle Termine
DLV AGRAR-MEDIEN
Ausführliche Übersicht: Alle dlv Agrar-Medien
Marktfrüchte  Tiere  Milch  Futtermittel
Testen Sie jetzt kostenlos die Beta-Version unseres "Marktkompass" mit Echtzeitkursen, Marktanalysen und Marktnachrichten - ein Service der dlv-Agrarmedien. Wählen Sie oben aus der Navigation den gewünschten Marktkompassbereich.
nach oben
agrarheute.com-Services
  • Service
  • Wetter
  • Märkte & Preise
  • Shop
  • Branchenbuch
  • Apps
  • Termine
  • Lexikon
  • Jobportal
  • Unternehmensporträt
  • Prospekt-Center
  • Mediadaten
  • Dienste
  • RSS
  • Newsletter
  • App
  • Sitemap
  • Tags
  • Themen
  • Mastitis unter Kontrolle
  • Düngung
  • Precision Farming
  • Risikomanagement
  • pfluglose Bodenbearbeitung
  • Biogas-Abwärmenutzung
  • Personalmanagement
  • Finanzierung
  • Windenergie
  • In Biogas investieren
  • Generationswechsel
  • Gülletechnik
  • Fachrubriken
  • Home
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Betriebsführung
  • Landtechnik
  • Pflanze
  • Rind
  • Schwein
  • Geflügel
  • Energie
  • Bio
  • Umwelt
  • Leben
  • Specials
  • dlv - Deutscher Landwirtschaftsverlag
  • Verlag
  • Abo
  • Kleinanzeigen
  • Jobportal
  • landecht - der Shop für Land & Natur
  • Media
  • Mediadaten
  • Mediaservice dlv
  • Weitere
  • Impressum
  • AGB
  • Datenschutz
  • Kontakt

Die weiteren Angebote des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag

www.dlv.de
dlv Logo

Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen