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Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellte klar, von den von Greenpeace nachgewiesenen Rückständen gehe kein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher aus.
Bewertung entspricht nicht wissenschaftlichem Vorgehen
Das BfR schloss sich damit dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) an. Das BVL hatte der Umweltorganisation schon Ende Juli widersprochen. BfR-Präsident Dr. Andreas Hensel erläuterte jetzt, die Bewertung der gemessenen Rückstände durch Greenpeace entspreche nicht einem wissenschaftlichen Vorgehen.
Kritik: Umweltschützer gehen von unrealistischen Annahmen aus
Die Umweltschützer gingen von der unrealistischen Annahme aus, dass ein Kind sein Leben lang täglich 500 Gramm Johannisbeeren esse. Um das Risiko korrekt zu beurteilen, müssten aber nicht nur die Rückstände gemessen werden, sondern müsse auch ermittelt werden, welche Mengen des Lebensmittels ein Verbraucher durchschnittlich verzehre, erläuterte der Behördenleiter.
Rückstände im gesundheitlich tolerablen Bereich
Amtlich erhobene Daten belegten einen täglichen Verzehr von Johannisbeeren durch Kinder von nicht mehr als 2,3 Gramm. Selbst beim einmaligen Verzehr einer großen Portion sei von nicht mehr als bis zu 150 Gramm für Kinder und 167 Gramm für Erwachsene auszugehen. Berücksichtige man realistische Verzehrsmengen, werde die täglich akzeptable Aufnahmemenge der nachgewiesenen Rückstände zu weniger als ein Prozent ausgeschöpft.
Auch bei einer Addition der Messwerte für alle nachgewiesenen Rückstände werde der Summengrenzwert zu weniger als ein Prozent ausgeschöpft. Ein gesundheitliches Risiko für Verbraucher bestehe also nicht. (dlz agrarmagazin/leh)

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