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So sei zum Beispiel eine falsche Maissorte für Tests herangezogen worden. Das Gutachten soll der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten als Entscheidungsgrundlage für eine Neuzulassung zum Anbau dienen.
Insgesamt sechs Staaten, darunter Österreich und Deutschland haben MON810 bereits wegen zahlreicher Sicherheitsmängel für den Anbau verboten. "Mit diesem Gutachten beweist die EFSA erneut ihre Inkompetenz. Wir appellieren an die Europäische Kommission, das Gutachten sofort zu verwerfen und den Mais aufgrund der Sicherheitsmängel zu verbieten", fordert Gentechnik-Sprecher Philipp Strohm von Greenpeace.
EFSA-Gutachten: 'Zugeständnis an Biotech-Industrie'
Auch GLOBAL 2000 sieht sich in der kritischen Haltung gegenüber der Europäischen Behörde bestätigt. "Wir haben hier wieder mal ein Gefälligkeitsgutachten der EFSA, das mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun hat. Die Mängel der Risikobewertung sind immanent. Diese Stellungnahme ist als reines Zugeständnis an die Biotech-Industrie zu werten. Ernst zu nehmender Schutz der heimischen Landwirtschaft und der Gesundheit der Menschen sieht anders aus", kritisiert Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.
Die wissenschaftliche Analyse von GLOBAL 2000 und Greenpeace decke grundlegende Fehler im Gutachten der EFSA auf:
MON810: Mais muss neu zugelassen werden
MON810 ist der einzige gentechnisch veränderte Mais, der in der EU bislang angebaut wurde - vornehmlich in Spanien. Weil seine europaweite, zehnjährige Zulassung abgelaufen ist, muss er jetzt neu evaluiert und zugelassen werden. Inzwischen wurde er bereits in sechs europäischen Ländern verboten. Hauptgrund für die Verbote ist die Befürchtung, dass der Mais, der selbst ein Gift gegen Schädlinge produziert, nicht nur diese sondern auch viele Nützlinge tötet und damit das ökologische Gleichgewicht massiv schädige.
Das Gutachten der EFSA kommt jedoch zu dem Schluss, dass die von den sechs Ländern gegen den Mais erhobenen Kritikpunkte als nicht relevant einzustufen seien. "Mit der Bewertung des Gentech-Mais entpuppt sich die EFSA ein weiteres Mal als Risiko für die Gesundheit der Menschen und als Gefahr für die Umwelt. Nur ein europaweites Verbot von MON 810 bietet wirklichen Schutz", warnen die Umweltschützer unisono. (ots)

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