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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Archiv » Mais und Ölsaaten » GVOAbstaende ]
Sonntag, 05.02.2012
Mais und Ölsaaten | 24.08.2010

FDP in Bayern gegen Kleinstaaterei bei GVO-Abständen

Berlin - Gegen die Bestrebungen Bayerns und des BMELV, die Abstände von GV-Mais zu den Feldern künftig auf Ebene der Bundesländer regeln zu lassen, wenden sich die Liberalen in Bayern, die dort mit der CSU eine Koalition bilden.

© Thaut Images/fotolia
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© Thaut Images/fotolia

"Wir werden uns gegen solche Bestrebungen stellen", kündigte der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Thomas Dechant an. Er pocht auf weiterhin bundeseinheitliche Abstände und warnt vor einem Rückfall in die Kleinstaaterei in der Gesetzgebung. Derzeit beträgt der vorgeschriebene Abstand von GV-Mais zu konventionellem Mais 150 Meter sowie zu Öko-Mais 300 Meter.

Aufgrund des von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ausgesprochenen Anbauverbots für den insektenresistenten Genmais MON810 von Monsanto ist derzeit aber ein kommerzieller Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Deutschland verboten. Trotzdem will Aigners Ressort im Herbst Eckpunkte für eine neue GVO-Abstandsregelung vorlegen, mit der die Bundesländer mehr Spielraum erhalten.

Grüne Gentechnik "hat Perspektive in Bayern"

Nichtsdestotrotz drängt Bayerns Umweltminister Markus Söder auf Länderhoheit bei den GVO-Abständen, denn er strebt ein gentechnikfreies Bayern an. Dechant sieht unterdessen mit der CSU-Landtagsfraktion in Bayern einen "sehr großen Konflikt" heranschwelen und warnt die Christsozialen, dass man die Rückverlagerung der GVO-Abstände auf Länderebene nicht mittragen werde. Für Dechant hat die Grüne Gentechnik "sehr wohl eine Perspektive in Bayern", auch wenn seine Partei derzeit die einzige im bayerischen Landtag ist, die die Biotechnologie in der Landwirtschaft befürwortet.

Probleme in der Berliner Koalition gesehen 

Der FDP-Agrarsprecher strebt denn auch an, die Grüne Gentechnik in Bayern durch das Mitspracherecht der Liberalen am Leben zu erhalten und setzt sich für praktikable Schwellenwerte bei unbeabsichtigten Verunreinigungen mit GVO-Bestandteilen ein. Davon abgesehen hat Dechant ohnehin Zweifel, ob Aigner die Neuregelung der Maisabstände mit der Rückverlagerung der Kompetenzen auf Ländereben überhaupt durchbekommen wird. Er sehe hier "Probleme in der Berliner Koalition", betonte der Liberalen-Agrarsprecher aus Bayern. (AgE)

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Leserkommentare
24. August 2010 um 22:16 Uhr von franze:

Wir sollten die Finger vom GVO- Mais lassen, denn die Saatguthersteller(Züchter sind das für mich nicht) haben mit Ihren Verunreinigungen bewiesen, dass ihnen jede Schweinerei, die Geld bringt, recht ist.

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Keywords GVO-Abstände | Grüne Gentechnik | Thomas Dechant
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