Donnerstag, 24.05.2012
Umfrage: Händler bleiben auf Kosten sitzen
Pro Betrieb und Jahr bleiben teils über 30.000 Euro Garantiekosten offen. Das hat eine Umfrage in punkto Garantieleistungs-Vergütungen ergeben.
Umfrage: Händler bleiben auf Kosten sitzen
Zwar hat sich die Situation seit der letzten Umfrage vor zwei Jahren etwas verbessert. Die erneute Blitzumfrage im Dezember 2011 offenbart jedoch nach wie vor himmelschreiende Ergebnisse.
"Wir sind nicht die Billigheimer der Nation, unsere Leute sind gut und hochqualifiziert, belastbar und ausbaufähig, wir geben Vermögen für Schulungen, Testequipment und Werkzeug aus", echauffierte sich der Präsident des Bundesverbandes LandBauTechnik, Ulf Kopplin auf der MitgliederVersammlung Ende November in Oberjoch. "Mit Verrechnungssätzen unterhalb von 40 Euro kann betriebswirtschaftlich kein halbwegs vernünftiger Fachbetrieb hin kommen. Dies belegen doch alle betriebswirtschaftlichen Analysen - die Betriebsvergleiche, die der Verband jährlich ermittelt, liefern ja die passenden Kennzahlen. Und mit den unseren Mitgliedern zur Verfügung gestellten Kalkulationshilfen für die Spartenrechnung und den Verrechnungssatz kann jeder Fachhändler seiner unternehmerischen Pflicht einfach und schnell nachkommen."
Um eine aktuelle Grundlage für die Diskussionen auf den
Landtechnischen UnternehmerTagen (LTU) in Bamberg von 12. bis 13.
Januar 2012 zu haben, beauftragten die Mitglieder deshalb den
Bundesverband erneut eine Blitzumfrage zu machen. Direkt und über die
Landesverbände sowie Innungen wird den Händlern per Mail zur Abfrage
der Konditionen ihrer Lieferanten ein standardisierter und
detailierter Fragebogen zur Verfügung gestellt.
Traktorhersteller sind mehrere Schritte voraus
Auch wenn es nicht in allen Punkten und über alle Fabrikate hinweg der
Fall ist, die Fullliner sind fast allen anderen LandtechnikHerstellern
gleich mehrere Schritte voraus, was die Garantievergütungen
betrifft - dies gilt vor allem für die Vergütungssätze. Die UmfrageTeilnehmer geben für
Case IH, Claas, Fendt,
JohnDeere und New
Holland an, von diesen immerhin schon über 45 Euro erstattet zu
bekommen. Am besten sind scheinbar die Vertriebspartner von
Case IH
und Steyr gestellt, die unisono angeben 47,9 Euro erstattet zu
bekommen und bei denen auch die Diagnose und Rüstzeiten erstattet
werden - die vorgegebenen Richtzeiten sind allerdings kaum zu schaffen,
und bei der Erstattung der Fahrtkosten hapert es auch noch.
Ohne hier aber gleich zu viel vorweg zu nehmen: Daran, dass die Händler
auf rund einem Fünftel ihrer Garantieleistungen hängen bleiben, hat
sich im Grunde wenig geändert. Der Bundesverband beleuchtet ja die
Konditionen der den Landmaschinen Fachbetrieben von ihren Herstellern
vergüteten Garantiearbeiten in den jährlichen Betriebsvergleichen
ganz genau. So ist beispielsweise in 2008 jeder Händler durchschnittlich
auf 20,8 Prozent seiner Garantiekosten, exakt berechnet waren es 32.962 Euro, sitzen geblieben.
Den kompletten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der AGRARTECHNIK.
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