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Dieser meinte letzte Woche, dass Städte für Tiere und Pflanzen teils bessere Lebensbedingungen böten als das freie Land. "Die Künastisierung der Agrarpolitik ist inzwischen in Bayern angekommen. Nur so lassen sich die Äußerungen des bayrischen Staatsministers interpretieren. Er lässt völlig außer acht, dass sowohl die Bundeswaldinventur wie auch das Programm Natura 2000 zeigen, dass Artenvielfalt im ländlichen Raum gegeben ist", so Happach-Kasan in Berlin. Die Landwirte und Waldbesitzer hätten durch den schonenden Umgang mit der Natur dazu beigetragen, dass das weltweit zu beklagende Aussterben von Arten in Deutschland weitgehend gestoppt werden konnte.

Dies habe laut Happach-Kasan auch das Umweltbundesamt festgestellt. Dessen Präsident habe erklärt, dass der Wandel des Artenspektrums nicht dramatisch sei und stellte heraus, dass in Deutschland bei dichter Besiedelung und hoher Intensität der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung kein großer Artenschwund zu verzeichnen wäre. Dagegen sei die fortschreitende Versiegelung der Landschaft immer noch nicht zum Stillstand gekommen. Sie bedrohe nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch den Wasserhaushalt.
"Es zeugt von Ignoranz, wenn der Staatsminister mit solchen Äußerungen völlig übersieht, dass kein Supermarktparkplatz irgendeinen Beitrag zur Artenvielfalt leisten kann, auf jeder Eiche dagegen mehr als 300 Insekten leben könnten. Gerade Bayern hat sich in besonderer Weise im Vertragsnaturschutz engagiert. Dieses Programm zeigt Erfolge, die nicht klein geredet werden sollten", so Happach-Kasan abschließend. (pd)

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