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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Betriebsführung » Produktion und Förderung » Harnstoff-Preise ]
Donnerstag, 23.02.2012
Produktion und Förderung | 27.01.2012 Redaktion agrarheute.com

Harnstoff: Spotmarktpreise erneut schwächer

An den internationalen Spotmärkten haben die Preise für die meisten Mineraldünger Mitte Januar wieder nachgegeben. Die betrifft sowohl Harnstoff als auch die verschiedenen Stickstoff- und Phosphordünger.
Etwa 80 Prozent der in der Landwirtschtschaft eingesetzten Mineraldünger haben eine EU-Zulassung. Experten rechnen deshalb mit nur wenig Auswirkungen.© landpixel.de
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Etwa 80 Prozent der in der Landwirtschtschaft eingesetzten Mineraldünger haben eine EU-Zulassung. Experten rechnen deshalb mit nur wenig Auswirkungen.
© landpixel.de
Für Harnstoff waren die Preise an den wichtigsten Spotmärkten kurz vor dem Jahreswechsel um mehr als 35 Prozent (%) eingebrochen. Am Schwarzmeerhafen Yuzhney gingen die als weltweiter Markt-Indikator geltenden Exportpreise von Oktober bis Ende Dezember von über 500 USD/t auf zunächst 315 USD/t (fob) zurück. Ähnliche kräftige Preiskorrekturen verzeichnete man auch an den Spotmärkten in den USA sowie an den Exporthäfen im Mittleren Osten und in Ägypten.
 
Anfang Januar zogen die Spotmarktpreise dann mit den steigenden Getreidepreisen zunächst wieder um rund 15 % an, um dann in Folge des letzten USDA-Reports von Januar erneut um rund zehn Prozent nachzugeben. Die US-Experten hatten das globale Getreideangebot nochmals nach oben geschätzt und damit die Getreidepreise unter Druck gesetzt.

Mitte Januar erneute Preisschwäche

Harnstoff: Spotmarktpreise erneut schwächer
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Harnstoff: Spotmarktpreise erneut schwächer
In der dritten Januarwoche rutschten die Harnstoffpreise an den US-Spotmärkten wieder deutlich unter die Marke von 400 USD/t und bewegten sich damit erneut auf den letzten Tiefpunkt von Dezember zu. An den Schwarzmeerhäfen lagen die fob-Preise zu diesem Zeitpunkt zwischen 370 und 375 USD/t, im Mittleren Osten bei 400 USD/t und in Ägypten etwa bei 420 USD/t. Die weitere Preisentwicklung dürfte sehr stark von der weiteren Entwicklung der Getreidepreise abhängen und zudem von der Abnahmebereitschaft der Landwirte in Europa und den USA. Hier ist der aktuelle Bedarf vor der Frühjahrsbestellung am größten.
 
Zuletzt haben die Abgabepreise an die Landwirtschaft zumindest in Europa und Deutschland die Korrektur der Spotmarktpreise nur eingeschränkt nachvollzogen. An den deutschen Ostseehäfen kostete der Harnstoff nach einer Korrektur im Dezember von etwa 65 Euro/t und einem erneuten Preisanstieg Anfang Januar von rund 20 Euro/t, zuletzt zwischen 380 und 390 Euro/t (507 USD/t)
 
Pakistan kauft günstig ein
 
Bei den Einkäufen großer nationaler Abnehmer macht sich der jüngste Rückgang der Spotmarktpreise schon deutlicher bemerkbar. So kaufte Pakistan Mitte Januar einen Tender von 250.000 Tonnen (t) Harnstoff am Schwarzen Meer, zu Preisen von 375 bis 380 USD/t. Auch wenn die Nachfrage solch bedeutender Harnstoffeinkäufer wie Pakistan oder Indien (kaufte von April bis November 18,5 Mio. t) wieder zunimmt, dürfte der Harnstoffmarkt in diesem Jahr besser versorgt sein als 2011. Im letzten Jahr hatten vor allem die Exportbeschränkungen Chinas und die zusätzliche Nachfrage Pakistans zu einer spürbaren Angebotsverknappung geführt.
 
Bis Ende 2012 rechnet man nun mit einem Angebotszuwachs am internationalen Harnstoffmarkt von rund vier Millionen Tonnen. Von dieser Mehrproduktion sollen 2,6 Mio. t aus Quatar kommen, 1,2 Mio. t aus Algerien und 0,7 Mio. t aus Ägypten. Angesichts der anhaltenden Preisschwäche ist es jedoch fraglich, ob alle diese Kapazitäten wie geplant an den Markt kommen.
 
Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
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Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Eine ausführliche Analyse zur Situation und Preisentwicklung bei den verschiedenen Mineraldüngerarten finden sie in der Februar-Ausgabe des Agrarmagazins Neue Landwirtschaft.
 
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