Donnerstag, 24.05.2012
Aigner verweist auf Hilfen für Getreideerzeuger
Berlin - Wegen des schlechten Erntewetters in Deutschland hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf verschiedene Hilfsangebote für Landwirte in Liquiditätsschwierigkeiten hingewiesen.
Die Landwirtschaftliche Rentenbank legte jetzt ihre Förderbilanz vor.
© Lilo Kapp/pixelio
So stunden die Finanzbehörden auf Antrag Steuerschulden und passen Vorauszahlungen an. Die Behörden können außerdem auf Säumniszuschläge, Stundungszinsen und Vollstreckungsmaßnahmen verzichten. Bei einer wesentlichen Ertragsminderung kann eine Gemeinde die Grundsteuer erlassen. Die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften haben die Möglichkeit, Landwirten die Beiträge zur Alters- und zur Krankenkasse zu stunden, wenn eine besondere Bedürftigkeit nachgewiesen wurde. Darüber hinaus bietet die Landwirtschaftliche
Rentenbank zinsverbilligte Kredite für Betriebe an, die in einem Liquiditätsengpass stecken.
Einbußen bei Roggen am schlimmsten
Nach Angaben des Agrarressorts haben die widrigen Witterungsverhältnisse die Ernteerträge in einigen Regionen Deutschlands erheblich gemindert. Die nahezu abgeschlossene Ernte der Wintergerste dürfte um zwei Millionen Tonnen unter dem Vorjahresergebnis bleiben. Die Einbußen beim Weizen werden hingegen voraussichtlich geringer ausfallen, als nach der Frühjahrstrockenheit zunächst erwartet. Besonders stark dürfte die Roggenernte zurückgehen.
Seine offizielle Erntebilanz wird das Landwirtschaftsministerium Anfang September vorlegen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) wird heute auf seiner Erntepressekonferenz in Berlin ein vorläufiges Resümee ziehen.
aiz
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