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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Rind » Milchproduktion » Zellzahlen ]
Donnerstag, 24.05.2012
Milchproduktion | 22.08.2008

Hohe Zellzahlen in der Sommermilch

Montabaur - Ein Grundproblem besteht darin, dass eigentlich der Arbeitseinsatz für Boxen-, Stall- und Melkhygiene erhöht werden müsste, um den günstigen Wachstumsbedingungen für Bakterien entgegenzuwirken. Dies ist aus Arbeitszeitgründen häufig nicht möglich.

© agrarfoto.com
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© agrarfoto.com

In vielen Betrieben treten in den Sommermonaten gehäuft hohe Zellzahlen mit oder ohne akute Euterentzündungen auf. Mastitis ist eine Faktorenkrankheit und gerade im Sommer häufen sich die Einflüsse, die negativ auf die Kuh einwirken. Neben dem jahreszeitlich bedingten Anstieg der Außentemperatur, der bei den Kühen Stress verursacht, schlagen als weitere Faktoren zu Buche, wie das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel in seinem aktuellen Infobrief mitteilt.

  • Die Qualität der Futterversorgung sinkt durch alte Vorjahressilagen sowie abnehmender Energie aus Weidegras infolge der Sommertrockenheit.
  • Das Futter trocknet auf dem Futtertisch oder wird warm.
  • Die Kühe stehen seltener zum Fressen auf und zeigen weniger Appetit.
  • Sinkender Futterbedarf infolge Weidegang oder großer Hitze führt zu geringerem Vorschub bei den Silagen und zu Nacherwärmungen.

Das Dienstleistungszentrum rät hierzu, schlechte Randpartien nicht zu verfüttern. Das gleich gilt für Schimmelpartien an leicht verderblichen Futtermitteln wie Biertreber oder Pressschnitzel. Außerdem sollte für kurzeWege zu den Tränken, für sauberes Wasser und für eine ausreichende Anzahl an Tränken gesorgt werden, da der Wasserbedarf steigt.

Bei der Einstreu ist vor allem auf das Stroh zu achten. Muffige und feuchte Ballen verteilen die Keime im ganzen Stall. Untersuchungen in der Boxen-Einstreu ergaben im Sommer erhöhte Werte von Umwelterregern. Deshalb mit Viertelgemelksproben absichern, dass kein hoch ansteckender Erreger der Grund für die steigenden Zellzahlen ist. Tägliche Boxenpflege und wöchentliche Einstreu mit trockenem Material sowie Kalk sind Grundvoraussetzungen für die Vermeidung von Umweltmastitiden. (pd)

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Keywords Hitze | Milch | Zellzahlen
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