Donnerstag, 24.05.2012
Horsch sieht in 2011 ein Jahr voller Herausforderungen
Schwandorf - Die Geschäfte liefen für den Landmaschinenhersteller Horsch im Jahr 2010 besser als geplant.
Bau des Logistikzentrums am Standort Sitzenhof
© Horsch
Der Umsatz der Horsch Maschinen GmbH beläuft sich nach Angaben des Unternehmens in 2010 wie schon in 2009 auf 135 Millionen Euro. Ursprünglich habe man noch mit einem leichten Minus geplant. Starke Stammmärkte, ein wieder anziehender Verkauf in Russland und der Ukraine sowie ein hohes Umsatzwachstum in den USA ließen den Umsatz dann aber auf einem konstant hohen Niveau. Zu den starken Horsch Stammmärkten hätten Deutschland, Frankreich, Polen und Tschechien gezählt.
Sehr positiv hätten sich in 2010 aber auch die Ukraine, Russland, die baltischen Staaten und die USA entwickelt. Dort habe Horsch mit Harper Industries zusätzlich zu Horsch Anderson einen weiteren starken Partner gewinnen können, der vor allem das Produktportfolio erweitere. Während bei Anderson weiter der Schwerpunkt auf Zinkensätechnik für Nordamerika und Kanada liege, konzentriere sich Harper auf die Universaldrillmaschinen Pronto sowie die Bodenbearbeitungslinie Joker. Diese gehörten zusammen mit den Grubbern der Tiger und Terrano Reihe wie in den Vorjahren zu den meistverkauften Maschinen bei Horsch.
Neue Mitarbeiter werden gesucht
In diesem Jahr wird mit einer Umsatzsteigerung geplant, die wieder an das Ausnahme- und Rekordjahr 2008 bei Horsch herreichen soll, was einem Umsatz von rund 180 Millionen Euro entspreche. Bereits jetzt seien die Auftragsbücher über alle Maschinentypen hinweg nach einem sehr guten Frühbezug voll und die Produktion sei weiter aufgestockt worden. Damit einher gehe auch ein Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Bereits in den letzten Jahren sei konstant auf qualifiziertes Personal aus der Region für die Bereiche Marketing und Entwicklung gesetzt worden, und auch 2011 werde weiter eingestellt. Das gelte gleichermaßen für das Produktionswerk in Ronneburg und den Firmenstammsitz in Schwandorf.
2011 gelte es aber auch Herausforderungen abseits der Produktion zu meistern. So werde am Standort Sitzenhof im Sommer das neue Logistikzentrum für rund zehn Millionen Euro fertig gestellt. Das Herzstück der über 5.000 Quadratmeter großen Anlage bilde ein hochmodernes automatisches Hochregallager, dessen erste Baustufe die Bearbeitung von 230 Auftragspositionen pro Stunde ermögliche, eine Erweiterung auf bis zu 400 Positionen pro Stunde sei technisch bereits vorgesehen. Das Logistikzentrum werde zu einem der modernsten seiner Art in der Landtechnik-Branche.
Horsch in Russland und England aktiv
Auch die Investitionen im Ausland würden fortgesetzt: 2009 sei das Vertriebs- und Servicezentrum im russischen Tchaplignin gebaut und 2010 eine eigene Sandstrahl- und Lackieranlage mit einer Endproduktion für Maschinen mit bis zu zwölf Meter Arbeitsbreite für den russischen Markt errichtet worden. In diesem Jahr beginne nun erstmals die Produktion von Maschinen "Made in Russia" für diesen großen und sich wieder von der Krise erholenden Landtechnikmarkt.
Seit dem 1.1.2011 habe auch die eigene Vertriebsgesellschaft in England Horsch UK ihre Arbeit aufgenommen. Nachdem man sich vom langjährigen Partner Simba getrennt habe, verkaufe Horsch in England nun neben der Sätechnik auch Bodenbearbeitungsgeräte. Vom Start weg könne man dort auf eine sehr gute Händlerstruktur sowie qualifizierte Verkäufer und Servicetechniker setzen.
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Stärkung der bestehenden Märkte und Neuheiten
Zu den weiteren Horsch Zielen für 2011 gehöre die Stärkung der bestehenden Märkte, außerdem ein weiterer Ausbau der Horsch Kernkompetenzen wie intensive Beratung und Schulung zum Beispiel auf den Seminaren, im Horsch FITZentrum oder bei den Praxistagen. Die ersten Maschinenneuheiten präsentiert Horsch in diesem Jahr auf der SIMA in Frankreich. Dazu gehörten innovative Detaillösungen wie "SoftRide". Das Schwingungsausgleich System ermögliche erstmals einen extrem ruhigen Lauf von Kurzscheibeneggen auch bei hohem Tempo in der Feldarbeit.
Die erst zur letzten
Agritechnica vorgestellte Dreipunktsämaschine Express sei um Details wie eine hydraulische DiscSystem Verstellung erweitert worden. Die Express habe im letzten Jahr zu einer der erfolgreichsten Produktneueinführungen bei Horsch gezählt. Mit ihr sei erstmals das erfolgreiche Pronto System (Bearbeiten, Rückferfestigen, Säen und Andrücken) ohne Qualitätskompromisse in eine Dreipunktsämaschine integriert worden. Weitere Informationen unter
www.horsch.com. (pd)
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