Donnerstag, 24.05.2012
Blauzungenkrankheit: Flexibler impfen, neue Medikamente
Brüssel - Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit sollen auch außerhalb der Sperrzone möglich sein. Und zwar mit neuen Impfstoffen, wenn möglich bereits in der diesjährigen Kampagne.
Die Impfung gegen das Schmallenberg-Virus sollte laut Umfrage freiwillig sein.
© Mühlhausen/landpixel
Gegen die
Blauzungenkrankheit darf außerhalb der Sperrzone geimpft werden. Dafür hat sich das Europäische Parlament (EP) am Dienstag in Straßburg ausgesprochen. Nach einer EU-Richtline waren Impfungen außerhalb der Sperrgebiete bisher verboten, was bei der Bekämpfung der Krankheit hinderlich war. Gleichzeitig sollen neue inaktivierte Impfstoffe zum Einsatz kommen.
Im Gegensatz zum attenuierten Lebendimpfstoff, welcher in der Vergangenheit benutzt wurde, stellt diese Art der Immunisierung kein Risiko für Virusübertragungen auf andere Tiere dar. Stimmen noch die EU-Mitgliedstaaten der 2. Lesung des EP zu, könnten die erweiterten Impfmöglichkeiten schon in der Kampagne 2012 zum Zuge kommen.
Seit heute: Deutschland offiziell frei von Krankheit
Deutschland ist ab dem heutigen Mittwoch offiziell frei von der
Blauzungenkrankheit. Auch Österreich war davon betroffen, wurde aber
bereits im März 2011 offiziell für "Blauzungenfrei" erklärt.
Die
Blauzungenkrankheit ist eine durch Insekten übertragene
Viruserkrankung, die Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen betrifft.
Seit 2000 hat es in vielen EU-Ländern mehrere Epidemie-Wellen der
Krankheit mit erheblichen Verlusten des Viehbestandes gegeben.
aiz
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