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Laut einem Beschluss des Landgerichts Weiden soll der Bauer für sieben Tage hinter Gitter. Der Grund: Der Vater von drei Kindern will seine Rinder nicht impfen lassen, und wurde deshalb zu einem Bußgeld in Höhe von 528 Euro verdonnert.
Da er weder impfen, noch zahlen will, drohen ihm jetzt sieben Tage Vollstreckungshaft. Wann genau die Haft vollzogen wird, steht laut einem Bericht von Spiegel-Online noch aus: Der zuständige Staatsanwalt muss den Vollzug noch anordnen.
Mit seiner Ablehnung gegen den Impfzwang steht der Oberpfälzer Landwirt nicht alleine da. Vor allem in Bundesländern wie Bayern, in denen seit dem erstmaligen Auftreten der Blauzungenkrankheit im Jahr 2006 nur wenig Fälle zu verzeichnen waren, wehren sich Landwirte gegen den Impfzwang. Die Landwirte fürchten Impfschäden. Immer wieder wird von Verkalbungen, Entzündungen und Geschwüren berichtet, die in Zusammenhang mit der Impfung stünden.
Anders sieht das Dr. Gerhard Wittkowski, der tierärztliche Leiter des Tiergesundheitsdienstes Bayern in Poing bei München. Er sieht die Impfung gegen Blauzungenkrankheit als großen Erfolg: "Auf 20.000 geimpfte Tiere kommen lediglich ein bis zwei Fälle mit Impfschäden." Damit gelte die Impfung gegen Blauzungenkrankheit als gut verträglich. Außerdem seien bisher nur 132 Fälle zu verzeichnen gewesen, was nur sechs Prozent der Fälle im Vergleichszeitraum sind.
Wittkowski geht sogar noch weiter. Weil erkrankte Widerkäuer unter großen Schmerzen leiden, Entzündungen am Maul und an den Schleimhäuten aufweisen, die so extrem werden können, dass die Tiere keine Nahrung mehr aufnehmen können, sieht er eine Impfverweigerung als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
Im Interview mit agrarheute spricht Dr. Gerhard Wittkowski über die aktuelle Situation, flächendeckenden Impfschutz und über seine Meinung zu Impfverweigerern. mehr ... (pd)

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