15.03.2007
Gute Nachrichten für umweltbewusste Heizer
Holzpellets deutlich günstiger
Der Preis für Holzpellets ist in den vergangenen Wochen um rund 20 Prozent gefallen.

(Foto: Zeit4men/Fotolia)
Eine Tonne der klimafreundlichen Spanpresslinge ist derzeit für teilweise unter 200 Euro zu haben und damit deutlich günstiger als noch zum Jahresende 2006. Konrad von Viereck, Sprecher der Initiative Pro Pellets (IPP), rät deshalb: "Wer mit Pellets heizt, sollte seinen Vorrat jetzt auffüllen. Eine erneute Preissenkung ist wahrscheinlich nicht zu erwarten." Noch im Dezember vorigen Jahres kostete die Tonne Holzpellets aufgrund des hohen Holzpreises im Durchschnitt etwa 260 Euro. Diesen Preis unterbieten Brennstoffhändler bundesweit jetzt beträchtlich.
Beispielsweise verkauft der Münchner BayWa-Konzern derzeit im Rahmen einer "Pellets-Offensive" 10.000 Tonnen der Sägespanröllchen zum Aktionspreis von 185 Euro. "Wegen des milden Jahresbeginns sind die Lager wieder gut gefüllt. Darum bietet sich jetzt für Besitzer von Pelletanlagen eine günstige Gelegenheit, Nachschub zu bestellen", betont Einkaufsleiter Holger Mark. Ähnlich sieht man es bei der ZG Raiffeisen in Karlsruhe. Joachim Zahler, Einkaufsleiter für den Energiebereich, glaubt an einen längerfristigen Trend bezüglich des Pelletpreises. "Viele Hersteller haben ihre Produktionskapazität erhöht, um dem gestiegenen Interesse Rechnung zu tragen. Deshalb wird sich der Preis während der kommenden Monate auf dem aktuellen Niveau einpendeln."
Dank des nachhaltigen Brennstoffs wird nicht nur die Geldbörse der Holzheizer, sondern auch die Umwelt geschont. "Mit Holzpellets heizt man im Gegensatz zu fossilen Energieträgern CO2-neutral. Wer umweltbewusst ist, kommt an erneuerbaren Energien nicht vorbei", informiert IPP-Sprecher von Viereck. Außerdem sei der Feinstaubausstoß bei modernen Heizanlagen sehr gering. Eine Aussage, die auch unabhängige Experten bestätigen. Dipl.-Ing. Klaus Seeger aus Kassel weist in einem aktuellen Sachverständigen-Gutachten darauf hin, dass bei modernen Pelletfeuerungen nur etwa 20 Milligramm Feinstaub pro Kubikmeter Abluft anfallen, was deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert von 150 Milligramm liegt. Zudem seien Feinstäube aus Pelletheizungen aufgrund des salzhaltigen Charakters weit weniger gesundheitsgefährdend als Emissionen von Dieselfahrzeugen. (pd)
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