Panorama
11.11.2008
Gentechnik

Studie: Verzehr von Gentech-Mais verringert Fruchtbarkeit

Wien - Laut einer österreichischen Studie ist die Fruchtbarkeit von Mäusen, die mit gentechnisch verändertem Mais der Firma Monsanto gefüttert wurden, signifikant beeinträchtigt.

ft_Maus_paolofusacchia.jpg Mais, Maus
(Foto: paolofusacchia/fotolia)

Nach Angaben von Greenpeace veröffentlichte das österreichische Lebensministerium heute die Ergebnisse der Langzeitstudie. Im Gegensatz zu Artgenossen, die mit herkömmlichem Mais gefüttert wurden, gebaren die Tiere, die mit dem Monsanto-Mais NK603xMON810 gefüttert wurden, weniger und schwächlichere Junge. Die Umweltorganisation Greenpeace fordert daher einen sofortigen Zulassungsstopp für gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU. "Was sich im Tierversuch abzeichnet, kann unter Umständen auch für den Menschen gelten“, warnt Philipp Strohm, Gentechnik-Sprecher von Greenpeace Österreich.

Die im Auftrag des Gesundheitsministeriums von der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführte Studie "Biological effects of transgenic maize NK603xMON810 fed in long term reproduction studies in mice" wurde heute im Rahmen einer Tagung in Wien präsentiert. Es handelt sich dabei um einen zwanzig-wöchigen Fütterungsversuch an Mäusen mit der Maissorte NK603xMON810 nach der RACB-Methode (Reproductive Assessment by Continuous Breeding). Dabei werden Elterntiere über mehrere Würfe beobachtet. Bereits nach dem dritten Wurf kamen signifikant weniger und schwächlichere Junge zur Welt, als bei der mit herkömmlichem Mais gefütterten Vergleichsgruppe. Die Studie ist eine der ersten Gentechnik-Langzeitstudien. Bei dem im Versuch eingesetzten Gentech-Mais NK603xMON810 handelt es sich um eine Kreuzung zweier Arten der gentechnischen Veränderung. Die Pflanze soll einerseits gegen Unkrautvernichtungsmittel beständig sein und andererseits selbst ein Gift gegen Schädlinge produzieren.

Die zuständige EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) gab 2005 Grünes Licht für die Zulassung der Maissorte als Nahrungs-, und Futtermittel. Die EFSA kam damals zu dem Schluss, es sei "...unwahrscheinlich, dass NK603xMON810 - Mais die Gesundheit von Menschen und Tieren negativ beeinflusst..." (pd)


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Na toll, massenhaft Geld verdienen auf Kosten anderer, Feudalismus oder so....... Holger Loch
Kommentar von Unbekannt – 18. November 2008 um 17:38h
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