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Seit Februar 2006 forschen 12 wissenschaftliche Einrichtungen und fünf Unternehmen aus sieben EU-Staaten und Afrika an der Entwicklung nachhaltiger Strategien zur Kontrolle von Endoparasiten bei Wiederkäuern. Laut einer Pressemeldung von Plantamedium trafen sich die PARASOL-Partner im September 2007 in Neapel, um ihre neusten Forschungsergebnisse und -methoden vorzustellen und zu diskutieren. Ziel des Projektes sei, durch die Entwicklung von neuen Behandlungsstrategien nach dem Prinzip des Target Selective Treatment (TST), die Menge der verwendeten Arzneimittel zur Endoparasitenbekämpfung bei Wiederkäuern zu reduzieren. Dadurch solle insbesondere eine weitere Ausbreitung von Anthelminthika-Resistenzen, die europa- und weltweit ein zunehmendes Problem darstelle, verhindert werden. Diese Methode unterscheide sich deutlich von der bisher verbreiteten unspezifischen Herdenbehandlung und stütze sich auf die Identifizierung derjenigen Einzeltiere, die von einer Behandlung am meisten profitieren würden.
Die Wissenschaftler der teilnehmenden Länder, die je über sehr unterschiedliche landwirtschaftliche Strukturen verfügen und sich mit ebenso unterschiedlichen parasitologischen Problematiken auseinandersetzen müssen, hätten eine Reihe von parasitologischen und produktionstechnischen Parametern überprüft, die nötig seien, um TST einführen und anwenden zu können. Die aktuellen Untersuchungen hätten bereits zur Entwicklung und Verbesserung verschiedener diagnostischer Techniken geführt, die in Verbindung mit den Leistungsdaten die Grundlage für eine selektive und zielgerichtete anthelminthische Behandlung darstellten. Besondere Bedeutung haben laut Professor Jozef Vercruysse, Leiter des Projekts, die Verbreitung der neuen Erkenntnisse in der Öffentlichkeit und die Übermittlung des Wissens an die Landwirte und Tierhalter. Dies geschiehe unter anderem durch die direkte Zusammenarbeit der Wissenschaftler mit den Landwirten der einzelnen Länder. (pd)

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