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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Schwein » ISN Kritik ]
Donnerstag, 24.05.2012
Schwein | 05.02.2008

ISN-Vorsitzender sieht Krise der Veredlungswirtschaft als hausgemacht an

Damme - Der Vositzende der ISN, Franz Meyer zu Holte, übt harte Kritik an der Politik der EU und der Bundesregierung hinsichtlich deren restriktiver Haltung gegenüber Eiweißfuttermitteln auf GVO-Basis.

Franz Meyer zu Holte, ISN-Vorsitzender © ISN
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Franz Meyer zu Holte, ISN-Vorsitzender
© ISN

Nach Aussage des ISN-Vorsitzenden kränkeln alle positiven Ansätze der Bundesregierung wie Exporterstattung, China-Initiativen vor allem an der unterschiedlichen Kostensituation der Schweineexportländer. So könne in den USA der Mais für zehn Euro je dt verfüttert werden, während in der EU darüber spekuliert werde, welche GVO-Sorten hierzulande als Futter zugelassen werden dürfen.

Das auf die europäischen Tierhalter zukommende Problem der nicht mehr möglichen Eiweißfuttermittelversorgung sei zwar bekannt, werde aber laut Meyer zu Holte wegen teils unangebrachter Ängste vor der öffentlichen Reaktion nur sehr zaghaft angefasst. Somit würden sich die deutschen Fleischexporteure auf den aufnahmefähigen Märkten der Welt in einem Wettbewerb mit ungleichen Mitteln befinden, da in Europa allein futtermittelbedingt die Produktionskosten um 20 ct./kg Schweinefleisch höher lägen als bei anderen Marktteilnehmern. Von den unterschiedlichen Umwelt- und Sozialstandards ganz zu schweigen.

Laut Meyer zu Holte dürften in vollen Märkten wie dem europäischen hausgemachte Hemmnisse die Erzeugung nicht noch zusätzlich belasten. Seiner Ansicht nach ist das neue Gentechnikgesetz ein weiterer Schritt in die falsche Richtung. So habe er zwar nichts gegen eine Kennzeichnung von GVO-freien Produkten einzuwenden. Doch sieht er eine auch in Zukunft sichergestellte Versorgung mit GVO-freien Sojaschrot bedroht, da sich seiner Meinung nach die weltweiten Anbauländer wenig um die europäischen Ängste gegenüber gentechnisch hergestellten Futtermitteln kümmern würden. Schon heute hätte die Europäische Union den Markt mit preiswertem US-Cornglutenmehl vollkommen abgeben müssen. So sage eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vorher, dass die europäische Veredlungswirtschaft um ein Drittel einbrechen wird, wenn nicht umgehend die GVO-Politik der EU geändert wird. (pd)

Lesen Sie hierzu auch
  • Bio EU-Kommission: GVO-Überwachung im Biobereich klappt gut
  • Mais Mais-Saatgut: Weniger GVO-Verunreingungen festgestellt
  • Video ISN: Mitglieder setzen auf Export
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Keywords Futtermittel | GVO | Gentechnik | Gentechnikgesetz | ISN
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