Donnerstag, 24.05.2012
Erzeugermilchpreise 2010 kräftig zugelegt
Bonn - Die Erzeugermilchpreise 2010 haben im Bundesschnitt um sechs Cent zugelegt. Das hat der AMI-Milchpreisvergleich ergeben.
Das Schulobstprogramm schneidet beim Europäischen Rechnungshof besser ab, als das Schulmilchprogramm.
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Die deutschen Milcherzeugerpreise haben im Jahr 2010 kräftig zugelegt. Der Vergleichspreis der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) für eine Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß sowie einer Jahresanlieferung von 500 Tonnen lag im bundesweiten Mittel bei netto 31,1 Cent je Kilo. Damit erhielten die Landwirte rund sechs Cent mehr für ihre Milch als ein Jahr zuvor. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Referenzgröße das Krisenjahr 2009 ist, in dem die Milchpreise auf einen historischen Tiefststand gesunken waren. "Insofern ist der kräftige Anstieg der Vergleichspreise ein Indikator für die spürbare Erholung der Lage, muss aber auch vor dem Hintergrund der gestiegenen Kosten für Betriebsmittel gesehen werden ", betonen die AMI-Experten.
Alle Molkereien haben Auszahlungsleistung angehoben
Alle 129 im AMI-Milchpreisvergleich erfassten
Molkereien und Liefergruppen haben 2010 ihre Auszahlungsleistung
angehoben. Nahezu durchgängig ist es gelungen, die 30-Centmarke zu
durchbrechen. Im regionalen Vergleich fiel der Anstieg der
Erzeugerpreise sehr unterschiedlich aus. Von den festen Tendenzen an den
Milchmärkten profitierten im vergangenen Jahr vor allem Hersteller von
Milchpulver und Butter. Bei den Milchfrischprodukten fiel die Steigerung
nicht so hoch aus, bei Joghurt gingen die Preise im
Lebensmitteleinzelhandel teils sogar zurück. In der bundesweit geltenden
Liefermengenklasse von 500 Tonnen bewegten sich die Vergleichspreise
zwischen 29,3 und 34 Cent je Kilo.
Im ersten Halbjahr 2011 haben die
Milcherzeugerpreise in Deutschland kräftig zugelegt. Nach geringen
Korrekturen über den Jahreswechsel kam es bereits ab Februar wieder zu
einer Zunahme. Bis Juni hat sich der Anstieg abgeschwächt. Das
bundesweite Mittel für eine Milch mit 4 % Fett und 3,4 % Eiweiß lag nach
Schätzungen der
AMI im Juni bei 34,9 Cent je Kilo. Damit haben die
Molkereien um 0,3 Cent je Kilo mehr ausgezahlt als im Mai dieses Jahres.
aiz
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