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"Im Jahr 2008 sind bis zum heutigen Tag über 16.000 Schadensmeldungen eingegangen. Das bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 21 Prozent. Hagelunwetter haben bereits über 100.000 ha landwirtschaftliche Flächen massiv in Mitleidenschaft gezogen, der Gesamtschaden beträgt bisher rund 70 Millionen Euro", zieht der Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung, Kurt Weinberger, eine erste Zwischenbilanz. Wie es in der Meldung des Agrarischen Informationzentrums (AIZ) weiter heißt, habe letzte Woche beispielsweise ein schweres Hagelunwetter im burgenländischen Bezirk Oberpullendorf erneut massive Schäden in der Landwirtschaft angerichtet. Betroffen seien vor allem Weinkulturen in den Gemeinden Deutschkreutz, Horitschon und Neckenmarkt. "Nach den sofort eingeleiteten Erhebungen durch unsere Sachverständigen sind rund 600 ha Weinflächen betroffen. Das Hagelunwetter hat nach ersten Schätzungen für die Winzer einen Gesamtschaden von 2,5 Millionen Euro verursacht", so Weinberger weiter.
Allein im Burgenland belaufen sich die Gesamtschäden durch Hagel nach Angaben der Österreichischen Hagelversicherung in diesem Jahr bereits auf rund elf Millionen Euro. Auch in den anderen Bundesländern habe es in diesem Jahr schon heftig gehagelt, wodurch massive Schäden an sämtlichen Ackerkulturen, Obst, Gemüse, Wein sowie im Grünland entstanden seien. Welches Risiko der Hagel für die Landwirtschaft darstellt, zeige die Statistik: "32 Hageltage gab es heuer bereits - das heißt von Mai bis Juli hagelte es durchschnittlich jeden dritten Tag", skizziert Weinberger die tägliche Bedrohung für die Bauern. Von den Hageltagen der vergangenen Monate steche der 11. Juni 2008 besonders hervor: Tennisballgroße Hagelschloßen verursachten in der Oststeiermark Schäden in Höhe von rund acht Millionen Euro. Jeder zehnte Landwirt sei heuer von Hagelschäden betroffen. Für die Versicherungen freilich ist dieser Anstieg nicht nur negativ zu bewerten. "Im Jahr 2008 stieg die versicherte Fläche um fünf Prozent auf 1.217.000 ha. In Österreich sind damit 84 Prozent der Ackerflächen und 68 Prozent der Weinflächen hagelversichert", erläutert Weinberger. (aiz)

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