Mehr Leistung und mehr Effizienz verspricht
JohnDeere von seinen aktuellen Neuentwicklungen. Kürzlich war die Roadshow des Landtechnikherstellers in Bissendorf zu Gast. 3.000 Landwirte und Lohnunternehmer nutzen die Gelegenheit, die Maschinen hautnah zu erleben. Auf besonderes Interesse stieß die neue Traktorenreihe 7R. Diese Maschinen mit einer Leistung von 230 bis 310 PS seien speziell für den deutschen Markt entwickelt worden, erklärte Heiner Gedecksnis. Angetrieben werden die Traktoren von 6,8 Liter und 9 Liter PowetTech PSX Motoren.
Nach unten und oben ergänzt wird die neue Traktorenreihe durch die 6R und 8R Maschinen. Mit der Markteinführung der neuen Traktorengeneration hat
JohnDeere auch die Typbezeichnungen neu strukturiert. So stehe beim 8360R die erste Zahl für die Baureihe und die drei folgenden Ziffern für die Nennleistung in PS. Der letzte Buchstabe zeige die Art der Ausstattung an, wobei das R für die höchste Stufe stehe. Alle Motoren erfüllten die aktuellen Kraftstoffnormen, ohne dass Zusatzstoffe wie Addblue eingesetzt werden müssten. Die neuen KomfortView-Kabinen böten deutlich mehr Platz und durch die großen Glasflächen eine gute Rundumsicht. Das neue CommandCenter wird beim 7R, und 8R serienmäßig eingebaut und ist beim 6R als Option erhältlich. Es besteht aus einem Isobus-Terminal, einer 7-Zoll Farbanzeige und einem USB-Anschluss zur Datenübertragung. In der RT-Version bringen die Traktoren die Antriebskräfte mit einem Raupenfahrwerk auf den Boden.
In England verkaufe
JohnDeere bereits 60 Prozent der Maschinen mit Raupen. Mit Raupe könnten die Traktoren auf dem Acker zwei bis drei km/h schneller fahren. Dank des um zwei Drittel reduzierten Schlupfs steige die Flächenleistung und der Kraftstoffverbrauch sinke, erläuterte Gedecksnis. Mehr Informationen bietet das JDLink Telenmatik-System, das auf allen neuen Traktoren eingesetzt werden kann. Es bietet die Möglichkeit, die gesamte Fahrzeugflotte von einer Zentrale aus zu überwachen. Dem Disponenten werden in Echtzeit Informationen zum Standort der einzelnen Maschinen geliefert. Darüber hinaus erhält er Einblick in die Verbrauch- und Leistungsdaten, die grafisch so aufbereitet werden, dass sie auf einem Blick zu erfassen sind. Bei technischen Problemen können Fehlermeldungen ausgelesen und an eine Werkstatt weitergeleitet werden.
Die Mähdrescher der neuen S-Serie sind mit dem Variostrom-Dreschwerk ausgestattet. Es ermögliche erhebliche Kapazitätszuwächse und verbessere darüber hinaus die Strohqualität. Ob das Stroh im Schwad abgelegt oder gehäckselt werden soll, kann der Fahrer von der Kabine aus einstellen. Auf Wunsch können die Mähdrescher der S-Serie auch mit einem Raupenfahrwerk ausgerüstet werden. So sei die Ernte auch unter schwierigen Bodenbedingungen möglich. Um eine gleichmäßige Lastverteilung zu erreichen, wurden Walzen und Fahrwerk getrennt voneinander aufgehängt. Mit den neuen Ballenpressen der Serie 900R können Ballenformate von 80 Zentimeter bis 1,85 Meter Durchmesser und einer Breite von 2,20 hergestellt werden. Das Schnellauswurfkonzept ermögliche eine Ablage des Ballens in weniger als fünf Sekunden. In den Ballenpressen wurde ein neues Rahmenkonzept umgesetzt, das hilft, die entstehenden Kräfte besser zu absorbieren. Die Geschwindigkeit des Gespanns Traktor/Ballenpresse wird automatisch an den Arbeitsrhythmus der Presse angepasst, ohne dass der Fahrer von Traktor aus eingreifen muss.
Auf Automatisierung setzt
JohnDeere auch bei der neuen Feldspritze R962i. Ein Tastendruck am GreenStar Display in der Kabine genüge, um Aufgaben wie Befüllen, Ein- und Ausschalten des Rührwerks, Reinigen, und Restmengenmanagement automatisch zu erledigen. Völlig neu gestaltet worden sei zudem der Tank der Feldspritze. Die neue Form mit abgerundeten Kanten erleichtere die Reinigung. Das GPS-Gestützte System Sprayer pro sorgt für eine automatische Teilbreitenabschaltung und verhindert so Überlappungen und Fehlstellen.