Donnerstag, 24.05.2012
Neue Pressengeneration von John Deere
Mannheim / Paris - Anlässlich der SIMA in Paris stellt John Deere eine neue Generation Rundballenpressen vor, die 2012 auf den Markt kommt.
Rundballenpresse der 900er Baureihe
© John Deere
Die neu entwickelten Pressen der Baureihe 900 mit variabler Ballenkammer wurden nach Angaben des Landtechnikherstellers speziell für die Bedürfnisse von Lohnunternehmen und großen viehhaltenden Betrieben entwickelt. Mit ihrer "innovativen Technologie" sorgten die beiden Modelle 960 (Ballendurchmesser 60 bis160 Zentimeter) und 990 (Ballendurchmesser 60 bis 85 Zentimeter) für deutlich höhere Produktivität, Pressdichte und verbesserten Bedienungskomfort.
Als tragendes Element eliminiere der massive Stahlrahmen als Exklusivmerkmal die entstehenden Kräfte und entlaste dadurch die Ballenkammer. Eines der Hauptmerkmale dieser neuen Pressen sei das neue Schnellentlade-System, das den fertigen Ballen in weniger als fünf Sekunden freigibt. Es arbeite mit einem neuartigen "Vorhang"-System, das die Heckklappe der Presse ersetzt und damit den Entladevorgang deutlich verkürzt. Dies helfe dem Kunden wertvolle Zeit zu sparen und trage zur signifikant höheren Tagesleistung bei.
Neues Presskammerkonzept "MaxD"
Für die reibungslose Aufnahme des Erntegutes und die optimale Zuführung zum Pressvorgang sorgten die neue Hochleistungs-Pick-up mit fünf Zinkenreihen und der neue Rotor mit optionalem Schneidwerk und wahlweise 13 oder 25 Messern. Die Pressen der 900er Baureihe böten über die gesamte Aufnahmebreite der Pick-up einen absenkbaren Förderkanalboden, der durch seine Anordnung die Beseitigung von eventuellen Verstopfungen am Ein- und Ausgang des Rotors binnen Sekunden ermögliche.
Dank der enormen Pressdichte, die mit dem neuen Presskammerkonzept für höchste Pressdichte, dem MaxD System, erzielt werde, müssten weniger Ballen pro Hektar gepresst, gebunden und transportiert werden. Es arbeite mit einem Spannarm, der die beiden Endlos-Riemen der Presse stets gleichmäßig stark unter Zug hält. Durch die flexiblen Seitenwände erreiche der Ballen seine optimale Form auch bei maximaler Pressdichte, ohne dabei beim Entladen zu blockieren. Dabei sorgten drei angetriebene Walzen vor allem unter feuchten Bedingungen für einen schnellen Ballenstart und eine hohe Durchsatzleistung.
"TIA" steigert Arbeitskomfort und Produktivität
Damit der Fahrer den Wickelvorgang stets beobachten kann, wurde die Netzbindung auf die Vorderseite der 900er Pressen verlegt. Beim Wickelvorgang werde das Netz der Ballenkammer direkt zugeführt, was ein Verstopfen von vornherein verhindere, egal welche Art Netzbindung oder -länge verwendet werde. Um die Leistungsfähigkeit an langen Arbeitstagen zu erhöhen, seien die Pressen der Baureihe 900 mit einem ISOBUS-System ausgerüstet und könnten mit einem GreenStar 1800 Monitor ausgestattet werden. Dieser zeige alle wesentlichen Einstellungen und Funktionen der Maschine an wie Ballendichte und -durchmesser, Weichkerndruck und –durchmesser, Messeranzahl und Stellung des absenkbaren Förderkanalbodens.
Um Arbeitskomfort und -produktivität noch zu steigern, seien die Pressen der 900er Baureihe ab 2012 mit der auf der SIMA ausgezeichneten Traktor-Geräte-Automatisierung (TIA = Tractor Implement Automation) lieferbar. Im Zusammenwirken mit einem mit ISOBUS-System ausgerüsteten Traktor mit stufenlosem Getriebe und elektronisch betätigten Steuergeräten könne die Automatisierung die Arbeitsbelastung während der Ernte deutlich senken helfen. Anstatt das Gespann immer wieder anhalten und die Heckklappe öffnen zu müssen, erledige TIA diese Schritte selbsttätig, sobald der Bindeprozess abgeschlossen ist. (pd)
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