Business Desertec-Stiftung verlässt Industriekonsortium Dii

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Heidelberg/München - Die Desertec-Foundation (Heidelberg) hat heute die Kündigung ihrer Mitgliedschaft bei der Desertec Industrial Initiative GmbH (Dii, München) bekannt gegeben.

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Nachdem zuvor schon mehrere große Unternehmen aus der Desertec Industrie Initiative (Dii) ausgestiegen sind, hat sich nun auch die Namensgeberin, die Desertec-Foundation, zurück gezogen.
Diesen Schritt beschlossen Aufsichtsrat und Vorstand einstimmig auf ihrer außerordentlichen Sitzung am 27. Juni 2013.

Unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten
 
Mit diesem Schritt ziehe die gemeinnützige Stiftung, die Idee- und Namensgeberin des Desertec-Konzeptes ist, die Konsequenzen aus den unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten bezüglich der künftigen Strategie, der Aufgaben und der dafür notwendigen Kommunikation sowie nicht zuletzt des Führungsstils der Dii-Spitze, heißt es in der Pressemitteilung der Desertec-Foundation.
 
 
Führungsstreit irritiert Partner der Desertec-Stiftung
 
Die Desertec-Foundation wolle mit diesem Schritt auch vermeiden, unverschuldet in den Sog der negativen Berichterstattung über die Führungskrise und Orientierungslosigkeit des Industriekonsortiums gezogen zu werden. Der Führungsstreit habe bereits zu erheblichen Irritationen bei den Partnern der Desertec-Foundation geführt und zerstöre das Vertrauen in das Konzept von Desertec und auch den Ruf des Gesamtprojekts. Dies wolle die Stiftung verhindern.
Stiftung will Unabhängigkeit bewahren
 
Die Desertec-Foundation betont ausdrücklich ihr Verständnis für die Herausforderungen, mit denen das Industriekonsortium zu kämpfen hat. "Es war uns immer klar, dass die Umsetzung der Idee, in den Wüsten dieser Erde Strom zu produzieren, kein leichtes Unterfangen wird und mit extremen Herausforderungen verbunden ist. Die Mitarbeiter von Dii haben Enormes für die globale Energiewende geleistet. Nach diskussionsreichen Monaten müssen wir aber leider feststellen, dass es unsere Aufgabe ist, die Unabhängigkeit der Desertec-Foundation nicht zu gefährden. Deshalb werden Dii und die Stiftung getrennte Wege gehen, was zukünftige Zusammenarbeit nicht ausschließt", so Thiemo Gropp, Vorstand der Desertec-Foundation.
 
Unterschiedliche Vorstellungen
 
Die Dii GmbH wurde 2009 von mehreren führenden, überwiegend deutschen Unternehmen gemeinsam mit der Desertec-Foundation gegründet, um die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Desertec in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten zu schaffen.
 
Die Desertec-Foundation ist alleinige Inhaberin der Markenrechte an "Desertec" und somit Hüterin des Konzeptes. Sie ist gemeinnützig und hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, das Konzept Desertec und die Vision der erneuerbaren Energieversorgung aus Wüstenregionen, unter Berücksichtigung vor allem der sozioökonomischen Aspekte, weltweit zu verbreiten und umzusetzen. Desertec sei wesentliches Element einer globalen Energiewende, betont die Stiftung.
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