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Wie viele Milchbauern sind denn nun im Milchlieferboykott? In Frankreich, in Belgien, in der Bundesrepublik und sonstwo in Europa? Diese Frage haben wir in den letzten Tagen immer wieder gestellt und unterschieliche Antworten bekommen.
Diese Woche kursierten unterschiedliche Zahlen
Denn diese Woche kursierten jede Menge sich widersprechende Zahlen: Die einen erklärten, dass ein Drittel bis gar die Hälfte der Milchbauern im Lieferstreik seien. Außerdem hänge es schließlich von den Regionen ab. In der Bretagne, einem der Milchproduktionszentren der Grand Nation, seien es weit mehr als die Hälfte. Andere meldeten: Alles falsch, es seien in Frankreich kaum mehr als fünf Prozent. Wahrscheinlich trifft weder die eine Darstellung zu, noch die andere. Denn jede Seite verfolgt mit ihren Veröffentlichungen ihre eigenen Ziele.
Viele Bauern warten ab, denn sie brauchen die Liquidität
Doch ganz gleich, wie hoch die Streikbeteiligung wirklich ist, Tatsache ist: Viele Bauern warten ab. Das sagen uns auch die Molkereien, die zwar abwiegeln und das Thema herunterreden, sich aber diese Woche noch sehr gut beliefert fühlten. Viele Höfe brauchen die Liquidität und können es sich gar nicht leisten ihre Milch nicht abzuliefern. Das soll kein Argument sein gegen die Streikbereitschaft - die ist sehr hoch. Es zeigt die wirtschaftliche Not, die dazu führt, dass die Bauern immer weniger Mittel und Instrumente zur Verfügung haben, um ihre eigenen Interessen durchsetzen. Ganz gleich, ob es dabei um höhere Preise, Exportförderung oder eine wie auch immer geartete Mengensteuerung geht.
Mehr Milchvernichtungsaktionen als Lieferboykott
Und aus diesem Grund entsteht im Augenblick der Eindruck, als sei es weniger ein Milchlieferboykott, sondern eher eine Reihe von medienwirksamen Milchvernichtungsaktionen. Doch das dürfen die Initiatoren aber nicht zulassen. Denn mit konkreter Unterstützung der Politik können sie nur rechnen, wenn es ihnen gelingt, wirklichen Druck aufzubauen. Und das geht nur mit einem realen Milchengpass. Deshalb muss sich der Streik gelingen. Und das klappt dann am ehesten, wenn der Eindruck erzeugt wird, dass viele Bauern ihre Lieferungen eingestellt haben. Und das geht am besten über die Medien und ihre Veröffentlichungen.

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20°C | 12°C | |
| Raps | 459,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 208,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,20 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
